1. Wochenimpuls
Nachhaltige Entwicklung in meinem alltäglichen Umfeld
Nachhaltigkeit in meinem Umfeld? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, muss ich lange überlegen. Allein schon diese Tatsache erschreckt mich? Gibt es in meinem Leben so wenig Nachhaltigkeit? Klar kommen mir Gedanken in den Sinn wie beispielsweise "Unser Wald wird nachhaltig bewirtschaftet" aber was hat das mit mir zu tun, was tue ich dafür? ...
Mit dem Überlegen kommen mir nun allmählich doch ein paar Dinge in den Sinn. So sind an beinahe allen unseren Wasserhähnen Wassersparer montiert und alle elektrischen Geräte, die im Standbymodus laufen könnten, sind mit einem Hauptschalter vom Stromnetz abgetrennt. Nachts ist unser ganzes 2. Stockwerk mit einem Netzausschalter stromfrei und unsere Heizung läuft mit einem Ökomodus, der angeblich Öl einsparen soll. Die Spühlung der Toilette lasse ich nur wenn wirklich nötig ganz durchlaufen und während dem Zähneputzen stelle ich immer den Wasserhahnen ab. Auch ein Bad zu nehmen ist bei mir eine Seltenheit. Stattdessen gehe ich duschen, wenn auch zugegebenermassen, wohl mehr aus Gewohnheit als aus Wasserspargründen.
Diesen nun doch recht zahlreichen positiven Entwicklungen in meinem Umfeld steht als grosses negatives Bespiel mein Auto gegenüber. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht mit dem Auto unterwegs bin. Einerseits liegt das an den schlechten Verbindungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in meinem Ort, andererseits bestimmt aber auch an meiner eigenen Gewohnheit und Bequemlichkeit. Obwohl ich natürlich weiss, dass ich damit der Umwelt schade, habe ich bis jetzt mein Verhalten nicht geändert. Warum auch, habe ich mich immer gefragt, andere tun es ja auch nicht! Denke ich über meine eigene Haltung nach, macht sie mich schon betroffen, denn schliesslich muss jeder bei sich selbst mit dem Schutz der Umwelt anfangen. Dennoch kann ich aus meinem heutigen Standpunkt sagen, dass ich noch nicht bereit bin auf das Auto zu verzichten.
Für unser Thema "Südamerika" kann ich nur den Schluss ziehen, dass jeder einzelne von uns was Nachhaltigkeit betrifft, zuerst mit gutem Beispiel voran gehen muss, bevor wir von anderen Ländern verlangen das Selbe zu tun.
J. Hauser, LG04D
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6 Kommentare:
Mir ging es ähnlich. Ich musste ebenfalls einige Zeit überlegen bis mir einige Dinge in den Sinn kamen.
Euer Haus ist ziemlich modern eingerichtet- Ich wusste gar nicht, das es Wassersparer gibt. Ausserdem finde ich es vorblidlich, dass ihr den Stromschalter über Nacht ausschaltet. Zusätzlich kann man noch unnötige Kosten sparen.
Ich kann verstehen, dass du nicht bereit bist auf ein Auto zu verzichten. Es geht eben einfach alles schneller und ist praktischer. Trotzdem ist es gut, dass du dir über die Folgen im Klaren bist.
Mir gefällt vor allem den Schlusssatz: Zuerst bei sich beginnen, bevor man es anderen vorschreibt. Ich bin sicher, wenn das alle so machen würden, würden die anderen eher auf Vorschläge und Ermahnungen eingehen.
Ich kann deine Gewissenskonflikte in Bezug auf dein Auto gut verstehen, mir geht es ähnlich. Ich besitze kein eigenes Auto, fahre aber auch ziemlich oft mit dem Auto meiner Mutter. Manchmal liegt es an der Faulheit oder man hat keine Lust, im schlechten Wetter mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Meistens ist es jedoch nicht anders möglich. Wenn ich zum Beispiel auf eine bestimmte Zeit nach Sevelen muss, dann fährt garantiert kein Bus dann, wann ich ihn brauchen würde. Und da ich mit dem Fahrrad 10 Minuten bis zum Bahnhof habe und dann noch mit dem Bus fahren müsste, ist das Auto einfach die schnellere Variante (und natürlich auch die bequemere :))
Ich hoffe, dass ich mich in Zukunft öfters darauf besinnen werde und auch mal in ungemütlichen Situationen in die Pedale trete...
Auch ich konnte mich in deine Situation hineinfühlen. . .
Ich muss gestehen,ich möchte momentan nicht auf das Auto meiner Familie vezichten. Allerdings brauche ich es nur etwa einmal in der Woche, was ich mit meinem Gewissen sehr gut vereinbaren kann. Ich achte darauf, kleine Strecken mit dem Fahrrad oder halt mit dem ÖV zu machen.
Ich finde es aber toll, dass du wenigstens ehrlich bist! Viele sagen, sie könnten ohne Probleme auf ihr Auto verzichten, was ich nicht allen wirklich abkaufe... Und wenn sie dann nicht selbst fahren, dann lassen sie sich von einem Bekannten chaufieren oder bestellen ein Taxi. Und das ist ja wohl kein Stück besser!
Ja, das mit dem Verzicht auf das Auto ist schon eine harte Sache... Auch ich verzichte nicht oft aufs Auto, aber an Wochenenden, wenn ich mehr Zeit habe, oder sie mir nehme, dann verzichte ich sehr gerne aufs Auto. Ich bin jeweils ganz stolz, wenn ich am Montagmorgen ins Auto steige und merke, dass ich es zuletzt am Freitag benutzt habe. Beim Autofahren kann man auch eine ganze Menge tun, damit die Umweltbelastung etwas minimiert wird. Zum Beispiel feinfühlig mit dem Gaspedal umgehen, früh schalten, nicht immer mit hohen Drehzahlen Beschleunigen, vorausschauend fahren, damit man früh vom Gas gehen kann etc. Der TCS zum Beispiel gibt immer wieder wissenschaftlich erprobte Tipps, wie man Benzin sparen und damit die Umwelt etwas schonen kann.
H. Weinbuch LG04D
Ich glaube, dass viele zunächst überlegen mussten, um die nachhaltige Zukunft zu beschreiben oder zu hinterfragen - mir ging es auch so. Ich finde dies erschreckend.
Auch ich höre zum ersten Mal, dass es Stromschalter gibt, die über Nacht ausgeschaltet werden. Folglich denke ich, dass wir einfach auch zu wenig informiert sind, was alles gemacht werden könnte, um eine nachhaltige Zukunft zu unterstützen.
Ich gehöre leider auch zu den Personen, die kaum auf ein Auto verzichten würden. Du bis dir über die Folgen im Klaren - ich auch. Aber was nützt dies, wenn wir die Folgen erkennen, sie aber nicht zu verhindern versuchen?! Wenn alle Menschen so denken, wird unsere Welt noch "untergehen" bevor wir es erahnen...
Als ich deinen Artikel las, habe ich über meine Gewohnheiten zu Hause nachgedacht und festgestellt, dass ich mich dort eingetlich viel zu wenig nachhaltig verhalte. So bade ich meistens, stelle den Wasserhahn nicht ab und auch Stromsparlampen gehören nicht zu unserem Standard im Hause. Trotzdem habe ich, was diese Dinge anbelangt kein schlechtes Gewissen, besonders was das Wasser angeht, denn wenn ich so unterwegs bin und sehe, wie Tag für Tag ein Fussballfeld nach dem anderen über mehrere Stunden bewässert wird, kann das Baden nur zu einem Bruchteil als unnachhaltig betitelt werden.
Jedoch habe ich beim Thema Autofahren schon eher ein schlechtes Gewissen, weil auch ich fast jeden Tag mit dem Auto unterwegs bin - ebenfalls aus Bequemlichkeit. Aber im Moment kann und will ich nicht auf das Auto verzichten, versuche jedoch unnötige Fahrten zu vermeiden
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