Dienstag, 19. Juni 2007

Letzte Rückmeldung

Liebe Gruppe
Nach Nachfrage habe ich Ihre Protokolle akzeptiert und ich werde veranlassen, dass Ihnen die entsprechenden ECTS-Punkte gutgeschrieben werden.
Ich wünsche Ihnen noch einen erfolgreichen Abschluss Ihres Studiums und hoffe, dass das Thema Nachhaltigkeit Sie weiterhin begleiten wird.
C. Stucky

Mittwoch, 13. Juni 2007

Markenkleider in der Schule

Betroffenheit:
In unserer Primarschulzeit gab es schon vereinzelt Kinder mit Markenkleidern. Heute könnten wir beobachten, dass die Tendenz Markenkleider zu tragen steigt. Diesen gesellschaftlichen Wandel beobachten wir mit Sorge. Damit geschieht gleichzeitig ein Wertewandel zur Oberflächlichkeit und materialistischem Denken. Als künftige Lehrerinnen werden wir mit diesem Thema und daraus resultierenden Mobbingsituationen konfrontiert werden.

Auf der anderen Seite müssen wir zugeben, dass auch wir nicht nur „No-Name-Kleider“ besitzen. Gerade im sportlichen Bereich greifen wir regelmässig zu Puma, Adidas oder Nike. Das Bedürfnis mit der Mode mitzugehen, gleichzeitig aber nicht wie alle gekleidet zu sein, haben auch wir. Wer beispielsweise nur bei H&M einkauft, begegnet dem eigenen Pulli oft an anderen Personen.

Aktuelle Diskussionen zum Thema Wiedereinführung der Schuluniformen oder Kleiderregeln in Schulen beschäftigen sich mit dieser Problematik. Von Lehrpersonen wird erwartet zu diesen Themen eine eigene Meinung zu haben und sich aussagekräftige Argument zurechtzulegen.

Analyse der Bedürfnisse:
Gründe warum Kinder, Jugendliche und Erwachsene Markenkleider tragen:

- cool sein
- einer Norm entsprechen
- Zugehörigkeit zu einer Gruppe zeigen
- Stars und Idole nachahmen
- sich modisch kleiden
- Qualität und Kleiderschnitt werden geschätzt
- Wohlstand zeigen
- Bequemlichkeit à gute Bedienung in Markenboutiquen


Analyse der Handlungsbedingungen
- Markenkleider werden produziert und verkauft.
- Die persönlichen finanziellen Verhältnisse erlauben den Kauf von Markenkleidern
- Der Druck der Peers (Gleichaltrige) Markenkleider zu tragen ist sehr gross. Dies kann bewirken, dass Kinder ihre Eltern unter Druck setzten bis diese schliesslich nachgeben.
- Einstellung der Eltern über die Kleider der Kinder ihren Wohlstand zu zeigen
- Stars und Idole wirken als Vorbild und tragen Markenkleider. Dies löst das Bedürfnis aus, dem Idol nachzueifern.
- Durch den Einfluss der Werbung wird der Kauf von Markenkleidern forciert.

Unterrichtsumsetzung

Einheit 1
Kleider früher und heute
Vergleiche anstellen von Kleidern früher und heute in Form von Bildern, Texten und einer kleinen „Modenschau durch die Zeiten“ (Teilbereich Zeiten)

Einheit 2
Rohstoffe
Früher und heute
Rohstoffarten (Baumwolle, Seide, Wolle, Polyester, Acryl, Elasthane usw.) --> die Kinder erarbeiten in Gruppen verschiedene Themen und stellen sie der Klasse vor.
(Teilbereich Zeiten, Natur und Technik)

Einheit 3
Rohstoffe und Made in…
Kinder schauen als Hausaufgabe mind. 10 Etiketten von Kleidungsstücken an (welche Rohstoffe wurden verwendet, wo wurden die Kleider produziert, welche Marke?) -->Gemeinsam wird eine kleine Statistik erstellt
(Teilbereiche Natur und Technik, Räume)

Einheit 4
Produktion
Exkursion in Textilfirma
Produktion in den führenden Ländern unserer selbst erstellten Statistik à Internetrecherche, --> kleines Dossier im Word erstellen
(Teilbereiche Technik, Räume)

Einheit 5
Kinderarbeit und Fair Trade
Kinderarbeit à eigenen Tagesablauf erstellen und ihn mit dem Tagesablauf eines arbeitenden Kindes vergleichen, in der Gruppe über die Unterschiede sprechen, welche Marken dulden Kinderarbeit?

Verschiedene Labels kennen lernen --> Arbeitsblätter bzw. Werkstatt, Leute auf der Strasse über Labels befragen
(Teilbereiche I&G)

Einheit 6
Werte und Gruppendruck
Diskussion zum Thema Markenkleider à anhand von Leitfragen
--> Für und Wider, das aus der Diskussion entstanden ist gemeinsam schriftlich festhalten
Teilbereiche (I&G, Religion)

Überprüfung des Umsetzungskonzepts

Fokus Kind

  • Kindgemässheit: Da wir das Thema für eine Mittelstufenklasse erarbeitet haben, ist es äusserst kindgemäss. In diesem Alter werden die Kinder oft mit dem Thema Markenkleider konfrontiert und geraten auch unter den Gruppenzwang. Ausserdem können die Kinder anhand von praktischen Beispielen (z.B. die Modenschau, Etikettenprüfung, etc.) dieses Thema erarbeiten.
  • Lebensnähe: Das Thema Markenkleider ist für uns alle lebensnah. Wir werden tagtäglich damit konfrontiert, auch die Kinder. Oftmals haben schon kleine Kinder Markenklamotten an; es ist ihnen jedoch noch nicht so bewusst. Doch je älter die Kinder werden, desto mehr werden sie auf die Kleider der anderen achten.
  • Gegenwartsbezug und Zukunftsbedeutung: Gerade in der heutigen Zeit spielen Markenklamotten eine grosse Rolle. Wer eine bestimmte Marke trägt, signalisiert eine Gruppenzugehörigkeit. Wir befürchten, dass die Bedeutung in Zukunft noch grösser werden wird.

Fokus Sache:

  • Sachgemässheit: Bei diesem Thema wird vor allem die Bereiche Räume und Zeiten, Technik und Individuum und Gemeinschaft angesprochen. Unserer Meinung nach hat dieses Thema eine grosse Bedeutung im MuU-Bereich, gerade auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit.
  • Multiperspektivität: Das Thema kann aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Auf der einen Seite stehen wir als Konsumenten, auf der anderen Seite die Arbeiter, welche unsere Kleider produzieren. Dazwischen steht die Fabrik oder eben auch die Marke. Diese verfolgt natürlich auch klare Ziele.
  • Vernetzung: Auch der Aspekt der Vernetzung ist gegeben. Wenn wir als Konsumenten die Markenkleider nicht kaufen würden, dann würden die Firmen und Fabriken keinen Umsatz mehr machen und hätten auch keinen Grund, die Klamotten weiterzuproduzieren. Dadurch würde die Kinderarbeit zurückgehen, jedoch würden auch viele andere Leute ihren Arbeitsplatz und damit ihr Einkommen verlieren.
  • Wert- und Sinnorientierung: Als Lehrpersonen werden wir uns bei der Erarbeitung dieses Themas auf verschiedene Werte konzentrieren. Zum einen wäre da der Wert Gerechtigkeit (Kinder sollen nicht arbeiten müssen), aber auch die Wertschätzung (an den Produkten die wir kaufen, den Leuten, die sie herstellen).

Fokus Lernen:

  • Exemplarizität: Das Thema Markenkleider ist nur ein Beispiel für Kinderarbeit, fair produzierte Produkte oder ähnliches. So wird auf die verschiedenen Labels eingegangen, welche auch Lebensmittel, etc. anbieten. So gesehen sind die Kleider ein Beispiel für die Labels und deren Werte.
  • Problemorientierung / exploratives Lernen: Wir denken, dass das Thema ein reales Problem ist. Wie bereits erwähnt werden Kinder heute immer früher mit Markenkleidern und den daraus resultierenden Problemen konfrontiert. Es wird auch klar auf den Gruppendruck hingewiesen und erarbeitet, warum die Kinder so handeln. So gesehen wird ein Problem zwar vermutlich nicht gelöst, aber Strategien zur Minderung werden erarbeitet.
  • Handlungsorientierung: Die Kinder bekommen die Möglichkeit, selbst zu arbeiten, z.B. bei Computerrecherchen, dem Anschauen der Etiketten, etc. Sie führen auch selbst eine Modenschau durch.
  • Originale Begegnung: Natürlich kann man nicht in ein Land reisen, in welchem die Markenkleider hergestellt werden. Doch die originale Begegnung ist möglich, wenn die Kleider angeschaut werden, die Kinder Markenkleider mit Discountkleidern vergleichen, etc.
  • Prozess- und Erlebnisorientierung: Der Einstieg beginnt mit einem Flash durch die Geschichte der Kleider. Danach werden langsam die Grundlagen der Herstellung erarbeitet. Dann folgen verschiedene soziale Themen (Kinderarbeit, Lohn der Arbeiter, etc.). Ziel ist es, die Kinder für die Kleiderlabels zu sensibilisieren und ihnen auch zu zeigen, wie wenig Geld die Arbeiter bekommen, obwohl wir soviel für die Markenkleider bezahlen. So steht der Prozess der Kinder im Zentrum.

Fachliche Aufarbeitung Teil 1

Berichte aus den Medien zum Thema Schuluniform
Ab und zu hören wir in den Medien wieder einmal etwas zum Thema Markenkleider. So machte ich mich auf die Suche nach Artikel zu diesem Thema und stiess auf der Internetseite der Basler Zeitung auf einen interessanten Bericht, den ich nun kurz zusammengefasst schildere.
An der öffentlichen Weiterbildungsschulen Leonhard in Basel wurde ein Pilotversuch mit zwei Schulklassen zum Uniformen tragen durchgeführt. Es wurden aber nicht normale Uniformen, sondern Designerklamotten im Wert von 900 Franken pro Schüler oder Schülerin gewählt. Dieser Versuch goss wieder neues Öl ins Feuer und die Diskussion um Markenklamotten entbrannte erneut.


SOLLEN IN DER SCHWEIZ SCHULUNIFORMEN EINGEFÜHRT WERDEN?
Auf diese Diskussion gab es viele Reaktionen aus der Bevölkerung. Einige sind für Uniformen, andere wiederum dagegen. Im Folgenden Abschnitt zitiere ich drei Meinungen aus einem Forum.
http://www.baz.ch/forum/list.cfm?forum=637#ID68107

Meinung von Helvezia
„Wer einmal über einen Pausenhof schlendert, wird feststellen, dass wir bereits "uniformierte" Kinder haben. Die Mädchen "verkleiden" sich als kleine Britney Spears und die Jungs scheinen alle an einer schlimmen Fusskrankheit zu leiden, müssen sie doch dieses bollenartige Schuhwerk tragen, das aussieht wie eine orthopädische Korrekturmassnahme. Aus Kostengründen müssen diese armen Geschöpfe wohl auch die Hosen, irgendwelcher fettleibigen Verwandten auftragen, der Schritt hängt so tief, dass einige schwer in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind. die Eltern der weiblichen Schüler haben durchgehend kaputte Waschmaschinen Zuhause, kommen doch die Oberteile nach der Reinigung, alle 2 bis 3 Nummern zu klein und zu kurz aus der Maschine.“

Meinung von Prince of Basel
„Als überzeugter Individualist finde ich die Idee einer Uniform erschreckend. Ich muss zugeben, dass mit einer Vereinheitlichung viele soziale Drücke genommen werden können. Die Frage die sich stellt: Wie viel der Erziehung der Eltern muss der Staat/Schule noch übernehmen? Es kann nicht sein, dass Eltern, welche mit Ihren Kindern punkto Kleider usw. überfordert sind, die Verantwortung an den Staat/Schule weitergeben. Vielleicht sollten Eltern Ihre Beziehung zu Ihren Kindern überdenken, und dann über Kleidervorschriften nachdenken. Ich möchte, dass meine Kinder sich frei entfalten können und nicht von der Schule "gleichgestellt" werden.“

Meinung von Hampe
„Auch ich sehe die positiven Seiten der Schuluniform:
· einheitliches Bild
· der "Kleiderkonkurrenz-Kampf" wird vom Schulareal verbannt
· keine Diskussion mehr wegen zu freizügiger Bekleidung der Mädchen
· Sparpotential für die Eltern
· keine religiösen Diskussionen (es gibt keine Uniform mit Kopftuch)
· Unterschiede zw. arm und (möchte gern) reich ist nicht mehr ersichtlich
· Förderung eines sozialen Verhaltens
· Minderung des Schuldenproblems von Jugendlichen“

Der Versuch mit Schuluniformen in Basel ist im März 2007 für beendet erklärt worden. Die Uniform sei bei den Schülern sehr schlecht angekommen und jetzt dürfen sie wieder diejenigen Kleider tragen, die sie wollen. Der Grund seien aber nicht grundsätzlich die Uniformen gewesen, sondern der Stil der Uniform. Die Jugendlichen hätten lieber eine klassische Uniform gehabt.
http://www.nzz.ch/2007/02/18/il/articleEXMUR.html

Meinung zum Thema Schuluniform vom Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer
http://www.lch.ch/docs/stellungnahmen/051210_Schuluniformen_LCH.pdf

Der LCH ist gegen Schuluniformen, da diese Uniformen ihre Wurzeln in widersprüchlichen Kulturen haben. Uniformen kämen oft in absolutistischen und militarisierten Gesellschaften vor und seien auch ein Motiv vieler Privatschulen, sich abzugrenzen. All diese Motive passen schlecht in ein modernes öffentliches und demokratisches Bildungswesen
Aus erzieherischer Sicht hätten Schuluniformen eine zwiespältige Angelegenheit. Auf der einen Seite vermitteln Uniformen ein Zugehörigkeitsgefühl und haben eine disziplinierende Wirkung. Auf der anderen Seite hätten Uniformen einen Dressur-Ansatz. Denn wo sollen die Kinder mit sozialer Ungleichheit konfrontiert werden, wenn nicht in der Schule? Der LCH ist also sehr skeptisch gegenüber Schuluniformen an Schweizer Schulen. Solange die Vorteile der Uniformen (Leistungs- und Motivationssteigerung, Verminderung von Disziplinproblemen usw.) nicht wissenschaftlich bewiesen sind, plädiert der LCH: Das Geld soll in die Pädagogik und nicht in die Garderobe gesteckt werden.

Zusammenfassende Ergebnisse der Debatte über einheitliche Schulbekleidung in Deutschland
http://66.102.9.104/search?q=cache:AJg7XpfZOUJ:www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Migration/Publikationen/Forschung/WorkingPapers/wp7-einheitliche-schulkleidung,templateId%3Draw,property%3DpublicationFile.pdf/wp7-einheitliche-schulkleidung.pdf+Versuch+Schuluniformen+in+Deutschland&hl=de&ct=clnk&cd=6&gl=ch&client=firefox-a

Vorteile einer einheitlichen Schulkleidung:
· Beseitigung von sozialen Unterschieden
· Verringerung der sozialen Ausgrenzung
· Dämpfung des übertriebenen „Markenbewusstseins“
· Stärkung der Identifizierung mit der Schule
· Positiver Effekt auf das „Wir-Gefühl“ der Schüler

Nachteile einer einheitlichen Schulkleidung:
· Gefahr von Gleichmacherei
· Nichtberücksichtigung der Individualität der Schüler
· Nichtberücksichtigung der Problematik von Uniformen
· Aufgrund von fehlender Tradition von Schuluniformen Schwierigkeiten bei der Einführung
· Eingriff in die Rechte von Schülern und Eltern
· Unterlaufen der Bekleidungserlasse durch Accessoires (Handys, Uhren, Schuhe)
· Bekleidungsregeln widersprechen der Erziehung von Kindern und Jugendlichen zu mündigen Bürgern
· Geringe Akzeptanz bei den Schülerinnen und Schülern


Quellenangaben:

http://www.baz.ch/forum/list.cfm?forum=637#ID68107

http://www.lch.ch/docs/stellungnahmen/051210_Schuluniformen_LCH.pdf

http://www.nzz.ch/2007/02/18/il/articleEXMUR.html

http://66.102.9.104/search?q=cache:AJg7XpfZOUJ:www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Migration/Publikationen/Forschung/WorkingPapers/wp7-einheitliche-schulkleidung,templateId%3Draw,property%3DpublicationFile.pdf/wp7-einheitliche-schulkleidung.pdf+Versuch+Schuluniformen+in+Deutschland&hl=de&ct=clnk&cd=6&gl=ch&client=firefox-a

Fachliche Aufarbeitung - Teil 2

Um die Missstände in der Produktion von Markenkleidern zu beseitigen, wird nicht vorgeschlagen, keine Markenkleider mehr käuflich zu erwerben, sondern als Konsument bzw. Konsumentin Druck auf grosse Markenfirmen auszuüben, damit diese gezwungen werden, die Arbeitsbedingungen, Löhne etc. ihrer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu verbessern. Die „Clean Clothes Campaign“ setzt sich besonders dafür ein.

CCC
Die «Clean Clothes Campaign – für gerecht produzierte Kleider» will mit Unterstützung von Konsumentinnen und Konsumenten den Druck auf die grossen Markenfirmen und Grossverteiler erhöhen. Dank den über 70'000 Postkarten und Petitionen, welche in den fünf ersten Kampagnenjahren an 15 Firmen gesandt wurden, konnte einiges bewegt werden. In Verhandlungen mit den Konzernleitungen stellen wir fest, dass die Sozialstandards zunehmend ein wichtiges Thema sind. Damit den Worten auch Taten folgen, braucht es weiterhin den Druck der Öffentlichkeit.

Fairer Handel in der Schweiz
Mit ihrem Kaufentscheid beeinflussen die Konsumierenden das gesamte Wirtschaftsgefüge. Um diesen Einfluss zu nutzen, fördert die Erklärung von Bern (EvB) seit ihren Anfängen den fairen Handel. Dank dem erhalten weltweit Hunderttausende eine existenzsichernde Beschäftigung und würdige Arbeitsbedingungen. Dort wo der faire Handel keine Alternative bildet, müssen sich die Konsumierenden zusammenschliessen, um die Grundrechte und den Umweltschutz einzufordern. Durch gemeinsame Aktionen in der Öffentlichkeit kann auch das Verhalten grosser Konzerne beeinflusst werden.

Marktanalyse 2004
Die Bekleidungsindustrie kalkuliert gnadenlos. Der Trend Richtung Sozialdumping und Umweltverschmutzung hält an. Produziert wird unter unhaltbaren Arbeitsbedingungen. Trotzdem gibt es Unterschiede zwischen den Modeunternehmen. Einzelne Firmen haben begonnen, sich ernsthaft um Verbesserungen zu bemühen. Die Marktanalyse von EvB und SKS erhellt die Dunklen Seiten der Modebranche. Damit sollen die Konsumentinnen und Konsumenten unterscheiden können zwischen echtem Engagement und plumpen PR-Übungen. Einen Hoffnungsschimmer bilden derzeit erst die Anbieter von biologischer Baumwolle.
Der überwiegende Teil der Kleider, die im Schweizer Markt verkauft werden, stammen aus Asien, Osteuropa oder Afrika. Wer dort die Kleiderfabriken besucht, stellt Erschreckendes fest: Hungerlöhne, Zwangsüberstunden, Repression und Gewerkschaftsverbote. Seit 15 Jahren werden die Arbeitsbedingungen von der Clean Clothes Campaign (CCC) dokumentiert. Die Bekleidungsindustrie schafft Arbeitsplätze und bringt Devisen in ärmere Länder. Die Resultate sind seit 15 Jahren alarmierend. Der Weltmarkt erzeugt Einkaufspreise, die weder den effektiven Aufwand noch die realen Kosten abgelten:

Unbezahlter Aufwand
· Überstunden werden oft erzwungen, aber nicht zusätzlich entschädigt.
· Bei hoher Auftragslage werden die Vorgaben in der Produktion willkürlich erhöht.

Ungedeckte Kosten
· Unter dem Akkordstress leidet die Gesundheit der Beschäftigten: werden sie krank verlieren sie oft ihre Stelle und für die Arztrechnung fehlt dann das Geld.
· Unter dem Akkordstress leidet die Gesundheit der Beschäftigten: werden sie krank verlieren sie oft ihre Stelle und für die Arztrechnung fehlt dann das Geld.

Die Resultate dieser Erhebung müssen daher immer im Kontext der Situation in den Produktionsländern gesehen werden. Wir können heute aber von keinem Anbieter sagen, unter welchen Bedingungen ihre Kleider konkret produziert wurden. Gefragt wurde nach dem öko-sozialen Engagement in der Modebranche: Was unternehmen die Firmen, um das Malaise zu überwinden?

Beispiel Adidas
Mit sieben Fällen von Ausbeutung führt Adidas die Liste der Skandalmarken an. Nike liegt mit geringem Abstand auf Platz zwei. Die zwei grössten Sportbekleidungsmarken strengen sich zwar an, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, es reicht jedoch bei weitem nicht. Hungerlöhne für Näherinnen kommen immer noch vor. Diese mangelnde Fairness steht in eklatantem Widerspruch zur Omnipräsenz in Sportstadien und auf Rennpisten. Weil nur die Original-Trikots das echte Logo tragen, kaufen sie die Fans trotz hoher Preise. Dafür lässt sich der englische Fussballprofi David Beckham seine Wirkung als Werbeträger für Adidas vergolden, angeblich durch eine lebenslange Rente von total 161 Millionen US-Dollar (Adidas bestreitet diese Angabe). Trotz der gigantischen Sponsoring-Ausgaben steigerte Adidas 2003 seine Gewinne um knapp 14% auf 260 Millionen Euro. Dies, obwohl der Umsatz um knapp 4% auf 6,3 Milliarden Euro gesunken ist. Wie ihr Lokalrivale Puma, auch aus Herzogenaurach (D), erweiterte Adidas ihre Kollektion in den letzten Jahren um eine sportliche Nobel-Linie.
Der Geschäftsbericht 2003 von Adidas gleicht einem Hochglanzprospekt. Ergänzt werden die zahlreichen Sportlerporträts durch einige Finanzübersichten. 2002 und 2003 publizierte Adidas einen Sozial- und Umweltbericht, welcher sich an den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) orientiert. Das Hauptaugenmerk liegt bei sozialen und ethischen Belangen der Beschaffungskette. Es fehlen in den Berichten aber konkrete Resultate zu den Kontrollen sowie klare Zielvorgaben. Zu den Produktionsstandorten gibt Adidas folgende Übersicht: Produziert wird in Europa (inkl. Nordafrika, Portugal und die Türkei) zu 27%, in Asien (u. a. China, Indonesien, Japan, Korea, Malaysia, Philippinen, Taiwan, Thailand, Vietnam) zu 51% und in Amerika (u. a. Brasilien, Argentinien, Kanada, Mexiko, USA) zu 22%. Neben 9 eigenen Betrieben produzieren 615 Hauptlieferanten sowie die Unterlieferanten von 204 Agenturen und Lizenznehmern für Adidas.

Informationen über verschiedene Firmen: http://www.cleanclothes.ch/p5499.html

Schlussfolgerungen
Es zeigt sich, dass die öffentliche Meinung einen Einfluss hat auf das Verhalten der Modefirmen. Mehrere Firmenvertreter haben bestätigt, dass sie im Jahr 2004 zahlreiche Beschwerdebriefe von besorgten Konsumenten und Leserinnen erhalten hätten. Mit Wirkung: Die von uns schlecht bewerteten Firmen PKZ und Strellson zum Beispiel haben in der Zwischenzeit einen Kodex eingeführt und erstmals dazu informiert. Ein weiteres erfreuliches Resultat der Firmenumfrage war, dass alle 27 von uns angeschriebenen Firmen reagiert haben und Informationen einreichten.
Die Mehrheit der Firmen hat damit begonnen, sich mit verbindlichen Sozialstandards und unabhängigen Kontrollen um die Situation in den Fabriken zu kümmern. Uns vorgelegte Anpassungspläne belegen konkrete Verbesserungen, die sich aber teilweise nur auf bauliche Massnahmen wie Beleuchtung, Belüftung, Unterkünfte, Toiletten usw. beziehen. Insgesamt genügen die von den Firmen ergriffenen Massnahmen nicht, um eine Wende einzuläuten.
Noch stehen die Anstrengungen für bessere Arbeitsbedingungen in keinem Verhältnis zur Dynamik des Weltmarktes. Das Ende des so genannten Multifaserabkommens (ein Quotensystem unter der WTO) per 1. Januar 2005 löste einen neuen Liberalisierungsschub im Bekleidungsmarkt aus. Dies führt zu einer dramatischen Verlagerung von Zehntausenden von Arbeitsplätzen und heizt den ruinösen Standortwettbewerb an. Zudem wurde eine neue Tendenz festgestellt, die darin besteht, dass negative Geschäftspraktiken wie Kostenüberwälzung bei den Kontrollen und unlautere Zertifizierung vielerorts die Arbeitsverhältnisse belasten.
Biobaumwolle bringt Verbesserungen
Einen klar positiven Einfluss auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen konnten jene Firmen (z.B. Coop, Helvetas, Hess Natur, Migros, Remei und Switcher) dokumentieren, die sich in Projekten für den Anbau und die Verarbeitung von Biobaumwolle engagieren. Sie sind sich auch der Probleme in den Fabriken bewusst, informieren die Kundschaft darüber und setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen in den Fabriken ein. Kleider aus Biobaumwolle bilden daher eine echte Alternative. Das Verhalten der Bio-Anbieter ist gemäss dieser Studie der Lichtblick im Modemarkt.

Informationen: http://www.cleanclothes.ch/p5399.html

Montag, 4. Juni 2007

Bring- und Holaktion

1. Wie erging es Ihnen bei der Auswahl der mitgebrachten Gegenstände?

Den meisten von uns viel es relativ leicht, entberliche Gegenstände auszuwählen. Da der Mensch ein Sammler ist, häufen sich Accessoires, Souvenirs usw. in kürzester Zeit an. Daran können wir erkennen in welchem Luxus wir leben. Ohne Probleme finden wir 5 Gegenstände, die wir nicht einmal vermissen werden.

2. Nach welchen Kriterien wählten Sie Ihre Gegenstände aus?
  • brauche ich nicht mehr
  • keine wichtigen Erinnerungen sind mit dem Gegenstand verbunden
  • funktionstüchtig
  • könnte anderen gefallen
  • aus meiner Sicht nützlich/schön


3. Nahmen Sie sie schweren, leichten Herzens mit? Warum?

Unsere Gruppe nahm die Tauschgegenstände leichten Herzes mit, da für uns alle wichtig war, dass keine persönlich wertvollen Erinnerungen damit zusammenhängen. Da wir in unserem Luxus viele Dinge besitzen, die zwar nützlich und schön sind, aber nicht überlebensnotwendig, war es trotzdem möglich gute Gegenstände mitzubringen.


4. Was löste es bei Ihnen aus, durch die Räume zu gehen und eine grosse Anzahl Gegenstände, die eigentlich Ihren Kolleginnen und Kollegen gehörten, zur freien Mitnahme vorzufinden?

Im ersten Moment hat uns die Vielfalt beeindruckt, gleichzeitig hatten wir aber auch ein mulmiges Gefühl. Es war komisch, einfach Dinge mitnehmen zu können, ohne zu bezahlen oder zu fragen. Das hatte zur Folgen, dass wir beinahe ein schlechtes Gewissen hatten. Wir konnten auch beobachten, wie viele Gegenstände schnell in Taschen verschwanden, als ob man sich dafür schäme. Niemand wollte als "Hamster" dahstehen.


5. Vielleicht sind nicht alle Ihre Gegenstände an eine andere Person weitergegangen. Was empfinden Sie dabei?

Uns macht es nichts aus, dass einige Gegenstände liegen geblieben sind. Erstens ist es Geschmacksache und zweitens sind die Gegenstände ja auch für uns nicht mehr so wichtig. Oft fehlt der Platz für neue Dinge oder man hat sie bereits schon.


6. Habe ich mehr gebracht als genommen oder umgekehrt? Warum? (Es gibt für beides gute Gründe)

In unserer Gruppe ist dies ganz unterschiedlich ausgefallen. Von garnichts bis mehr als 4 Gegenstände ist alles vorgekommen. Die Gründe dafür waren vielfältig:

  • Platzmangel
  • nichts dem Geschmack entsprechendes gefunden

  • mein Geschmack
  • Einrichtung für neue Wohnung
  • vielleicht kann ich es ja mal brauchen
  • es kostet ja nichts


7. Wie könnte eine solche „Bring-und-Hol-Aktion“ in Ihrer Schulpraxis umgesetzt werden?

Es gibt die Möglichkeit eine Tauschaktion in der eigenen Klasse oder mit der ganzen Schule durchzuführen. Für diese Tauschaktionen müssen klare Regeln geltern z.B. dass nur gebrauchte Gegenstände mitgebracht werden dürfen. Zum Thema Geld könnte so eine Aktion auch mit Spielgeld durchgeführt werden. Allerdings ist dies mit einem anderen Hintergrund bzw. Zielsetzung verbunden.

Freitag, 1. Juni 2007

Meine Naturbeziehung

Am Pfingstsonntag wollte ich mit meinem Freund im Thermalbad schwimmen gehen. Doch wir standen vor geschlossener Türe, und so entschlossen wir uns für einen gemütlichen Spaziergang am Bodensee entlang. Ich hatte die Idee, an den Rohrspitz zu fahren, der sich bereits auf österreichischer Seite befindet. Es war sehr windig und die Wellen peitschten ans Ufer. Ich genoss die frische Brise und beobachtete die Farben des Wassers. Wir spazierten dem Ufer entlang, das durch hohes Schilf bewachsen ist. Plötzlich huschte eine grosse, leuchtgrüne Eidechse über den Weg und ich erschrak fürchterlich. Ich konnte mich kaum satt sehen an dem satten Grün der Landschaft und den herrlichen Blumen. Das Wasser zieht mich immer wieder wie magisch an. Wenn immer möglich reise ich ans Meer und untersuche schwimmend, schnorchelnd oder tauchend die Unterwasserwelt. Ich bin fast ein wenig süchtig danach. Das Wasser hat eine entspannende Wirkung auf mich und ich fühle mich schwerelos, unbeschwert und träume. So genoss ich also meine Zeit am See. Doch plötzlich schoss mir einen Gedanken durch den Kopf. Ich hatte weder Ausweis noch Pass bei mir und sorgte mich, wie ich wieder über die Grenze komme. So war meine Entspannung innert Sekunden verflogen und ich stellte mir in Gedanken bereits vor, wie ich am Zoll stehe und nicht mehr in die Schweiz komme. Zuerst nervte ich mich über mich. Ich entschloss mich, mir nichts anmerken zu lassen. Glücklicherweise sah ich nicht gefährlich aus und wurde somit auch nicht kontrolliert. Zurück in der Schweiz, war ich wieder beruhigt.

Es regnet…


… und das macht mich glücklich. Ich weiss, klingt komisch, ist aber so. Die meisten Menschen haben lieber Sommer, Sonne und Strand. Ich lasse mich höchsten einmal jährlich dazu überreden eine Woche im Süden zu verbringen. Ich stehe auf Winter, Regen, Schnee und Alaska.
Natürlich wäre ich auch nicht glücklich über Dauerregen mit Flutfolgen. Aber Regen entspannt mich total. Man hat nicht das Gefühl etwas zu verpassen und muss auch kein schlechtes Gewissen haben den Sonntag auf der Couch zu verbringen. Einfach herrlich! Denn wenn es regnet scheint die Zeit langsamer zu gehen.

Auch zu sehen wie der Regen die Natur bereichert und ihr gut tut ist schön anzusehen. Der Apfelbaum in unserem Garten sieht einfach glücklicher aus (Glaube ich zumindest).

Auch für die Menschen in Südamerika ist das Wasser von oben überlebensnotwendig. Manche Gebiete sind so trocken, dass kaum etwas wächst. Regen ist da die Erlösung und sichert das Überleben der Bewohner. Als es im April so lange trocken war, nie geregnet hat und alle Menschen das schöne heisse Wetter ach so toll fanden, habe ich um Regen gefleht. Für die Bauern, unseren Apfelbaum und mich! Natürlich würden wir es ziemlich lange ohne Regen aushalten. Wie schlimm muss es aber sein, wenn man weiss, entweder regnet es jetzt bald oder ich weiss nicht was ich nächsten Monat essen soll?

Dienstag, 29. Mai 2007

Pfingst-Post

In meiner Freizeit halte ich mich sehr gerne in der Natur auf. Jedes Mal staune ich auf’s Neue über die gewaltige Schöpfung, die sich mir präsentiert. Während Pfingsten habe ich mich mit den Fragen zum Wochenimpuls auseinandergesetzt, wenn auch nicht stillsitzend, sondern auf acht Rädern, beim Rollerbladen. Die folgenden Gedanken haben mich dabei beschäftigt:

Wie schön doch das Wetter ist. Es ist herrlich warm. Alles ist so schön grün. Was ist das für ein Feld hier?
Ich kann mich nicht entspannen, ich muss an den Post denken, den ich noch schreiben muss.
Was das für ein Feld ist? Ah, Kartoffeln. Wie gut, dass die hier angebaut werden. Was wären wir nur ohne die Bauern!
Ich kann mich nicht entspannen, ich muss an den Post denken, den ich noch schreiben muss.
Wir haben die Bauern wirklich nötig. Wo sollen wir denn sonst Produkte wie Früchte, Gemüse, Milch, Eier und Fleisch, welche die Grundlage für viele weitere Lebensmittel bilden, herbekommen? Wie ich weiterfahre, erheben sich plötzlich vor mir die Kreuzberge in majestätischer Pracht. Wie eindrucksvoll!
Nur kann ich mich nicht entspannen, denn ich muss an den Post denken, den ich noch schreiben muss. Wenn ich gerade schon dabei bin: Es bedeutet mir viel, dass ich Teil dieser grossen Natur bin. Sie bietet Nahrung, Schutz, unendliche Vielfalt - einfach zum Geniessen, aber sie birgt auch Gefahren. Wie ist sie mir doch fremd! So würde ich zum Beispiel keine Woche alleine in der Wildnis überleben. Trotzdem fühle ich mich mit ihr verbunden. Sie zeugt von etwas Grösserem, etwas, das meinen Verstand übersteigt.
Meine Gedanken brechen ab. Ich muss wieder an den Post denken, den ich noch schreiben muss. Und das an Pfingsten. Bevor ich's vergesse, ich brauche noch einen Bezug zu unserem Gruppenblogthema. Und das wäre?
Die Kartoffeln, die Bauern, die Kreuzberge… nichts davon verbindet meine Gedanken mit Südamerika. Klar, die Natur ist auch in Südamerika schützenswert, aber ich kann nicht behaupten, dass mir dies erst durch die Auseinandersetzung mit diesem Wochenimpuls aufgegangen ist.

Nun, das ist der Post, den ich noch schreiben musste.

Ruth Frick, LG04D

Ich würde meine Berge vermissen....



Leider hatte ich dieses Pfingstwochenende keine Zeit, mich nur in die Natur zu setzen. Am Sonntag war ich jedoch auch draussen, aber nicht in der Ruhe. Ich war am Kreisjugitag als Kampfrichterin eingeteilt. Meine Aufgabe war es, die Zeit zu messen beim Sprint. Ich habe an diesem Wettkampf viele strahlende Kinderaugen gesehen, weil sie viel schneller waren als gewöhnlich, denn der Föhn hat nachgeholfen :) Ein Kind fiel jedoch auch um. Ich habe mir auch die Zeit genommen, die Kinder zu beobachten, wenn sie nichts zu tun hatten. Sie schienen die Zeit zu geniessen, spielten Fussball, turnten auf der Wiese herum und und und. In einer ruhigen Minute nahm ich mein Buch, setzte mich unter einen Baum und genoss die geschäftige Atmosphäre um mich herum. Die Berge schienen so nah, durch den Föhn; ich hatte das Gefühl, das ich mit einem riesigen Sprung direkt auf dem Berggipfel landen könnte. Mein Titel heisst, ich würde die Berge vermissen, und das stimmt. Wenn ich von meinem Zimmerfenster raus blicke sehe ich den Margelkopf, die Kreuzberge, und so weiter. Ich finde, besonders unser Bergpanorama im Werdenberg ist wunderschön. Ohne Berge habe ich keine Orientierung. Als ich in Australien war, habe ich dies gemerkt. Alles war flach und man hatte keine Möglichkeit, sich irgendwie zu orientieren oder auch einmal den Überblick zu gewinnen.
Ich bin ein naturverbundener Mensch, ich finde es zum Beispiel super, in einer Wiese zu liegen und ein Buch zu lesen, mit all den Geräuschen um mich herum, Bienen summen, Vögel zwitschern, etc. Dann fühl ich mich geborgen. Ich mag jedoch auch Gewitter, ich höre gerne den Regen an meine Scheiben plätschern, und und und.... Die Natur ist für mich ein Ort, wo ich Ruhe finden kann oder auch aktiv bin, je nach Lust und Laune. Im Sommer haben wir das Training draussen, wenn die Wiese warm ist, dies geniesse ich jedesmal.


In Bezug auf unser Bloggthema denke ich, dass in Südamerika die Natur oftmals nicht so wahrgenommen wird, denke man an die Abholzung der Regenwälder, etc. Doch denke ich, dass es auch Menschen gibt, die die Natur und ihre Produkte schätzen und ihr Sorge tragen, zum Beispiel die Naturvölker, etc. Diese Naturvölker geben vorallem Sorgen zur Natur, weil sie sie schätzen und dies so kennen, ausserdem würdeen sie sonst ihre Lebensgrundlage zerstören. Ich finde, dass es wichtig ist, dass diese Menschen so leben können, wie sie dies schon seit Jahrhunderten tun, wir müssen dafür sorgen, dass ihr Lebensraum, und auch der vieler Tierarten, in Südamerika erhalten bleibt.

Montag, 28. Mai 2007

Naturerlebnis


Mit unserem Besuch aus Deutschland fuhren wir gestern in die Berge. Kurz nach Vättis parkten wir das Auto und machten uns zu Fuss auf den Weg. Die kleine Strasse säumten herrliche Blumenwiesen, ein Bächlein floss ganz in der Nähe und am Himmel zogen sich die typisch weissen Föhnwolken. Bei einer Pause setzte ich mich etwas abseits und betrachtete meine Umgebung. Die Berge schienen durch den Föhn so dreidimensional und nah, dass ich das Gefühl hatte, sie mit der ausgestreckten Hand berühren zu können. Die Föhnwolken darüber verliehen ihnen zusätzlich eine ganz besondere Stimmung. Die Magerblumewiese, an deren Rand ich sass, verströmte einen unglaublichen Duft. Trollblumen, wilde Orchideen, kleine Glockenblumen, Vergissmeinnicht usw. ergaben zusammen ein wunderschönes buntes Bild, das ich von unseren „normalen“ Wiesen im Tal nicht kannte. Mit der Zeit entdeckte ich immer mehr Details: Bienen, kleine Käfer, winzige weisse, mir unbekannte Blumen und Schmetterlinge. In diesem Moment fühlte ich mich einfach nur wohl. Stress und Alltag waren weit weg. Am liebsten wäre ich sogar wie ein kleines Kind hinter den Schmetterlingen hergerannt. Ich habe es genossen einfach Teil dieses grossen Ganzen zu sein, aber ohne dass mir dies in dem Moment direkt bewusst war. Für mich bedeutete es einfach Erholung und Wohlbefinden. Mir wurde bewusst, wie schade es eigentlich ist, dass ich nur so selten in die Berge fahre, obwohl sie doch direkt vor der Haustüre stehen.

Was für mich Erholung bedeutet, ist für viele Naturvölker in Südamerika Alltag. Im Gegensatz zu mir, geht es aber dort um Leben und Überleben. Im Einklang mit der Natur zu stehen, bedeutet für Naturvölker die Lebensgrundlage. Sie sind auf die Natur angewiesen. Diese Abhängigkeit wird dort viel bewusster als sie für uns ist. Auch wir sind von der Natur abhängig, aber unser Alltag ist oft weit von ihr entfernt. Bewusste Momente in der Natur, wie ich sie gestern erlebt habe, können uns vielleicht wieder etwas näher bringen.

Agenda 21 im Klassenzimmer

Agenda 21 im Klassenzimmer

Nach meinen letzten Einträgen im Blog könnte man zu der Auffassung gelangen, Umweltschutz sei irrelevant für mich. Aber falsch gedacht! Umweltschutz ist mir wichtig und ich setze mich auch gerne damit auseinander. Doch ab einem gewissen Grad der Auseinandersetzung stellt sich bei mir das von Otto Herz beschriebene Raucherbein Phänomen ein: Ich mache genau das Gegenteil, weil es mir einfach zu viel wir. Auch dieses Modul hat eine solche Wirkung auf mich.

Ich versuche jedoch das positive dieser schon ein wenig absurden Situation zu sehen und nehme folgende Aspekte aus dem Artikel für meinen künftigen Unterricht mit:

  • Kein Frontalunterricht zum Thema Nachhaltigkeit: Genau! Ich finde es wichtiger den Kindern Nachhaltigkeit vorzuleben und Themen wenn möglich auch einmal von dieser Seite zu betrachten. Denn ich bin der Meinung, dass diese Bildung viel nachhaltiger ist.
  • Öffentliche Präsentation: Wenn ich durch ein Schulhaus gehe, finde ich es immer so schade, dass nur Leute, die ins Schulzimmer gehen, die tollen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler zu Gesicht bekommen. So verlieren sie für die Kinder automatisch an Bedeutung. Herz hat mit dem Kaufhaus eine tolle Idee gehabt. Warum nicht auch einmal in einem öffentlichen Gebäude ausstellen, was man in der Schule mühevoll erarbeitet hat? Zusätzlich hat es einen bildenden Aspekt für die Betrachterinnen und Betrachter.
  • Eigene Schule auf Nachhaltigkeit untersuchen: Hier scheint mir einfach wichtig, dass alles auf dem Niveau und im Einflussbereich der Kinder geschieht. Was können die Kinder an einem schlecht isolierten Haus ändern? Nichts! Doch sie können Altpapierkisten aufstellen, ein Mülltrennungskonzept erarbeiten oder einen Pausenkiosk mit Produkten aus der Region anbieten.

Für mich ist wichtig, dass ich eine echte Lehrperson bin. Nicht eine, die unbedingt bei Greenpeace oder Amnesty International Ehrenmitglied sein will. Sondern eine, die das was sie tut, ehrlich meint und aus Überzeugung macht.

Samstag, 26. Mai 2007

Rückmeldung zu den Posts bis 26.Mai und der Gruppenarbeit vom 21. Mai

Liebe Südamerika-Gruppe
Bei den Posts über die Motivation für nachhaltiges Verhalten sind doch einige Emotionen zu Tage getreten. mias trotziges "Ich will aber auch das Leben geniessen" ist völlig verständlich, aber es stimmt auch, was dann kristina schreibt: Es geht darum, eine gute Balance zu finden zwischen dem Erfüllen seiner Bedürfnisse und dem nachhaltigen Handeln. Beides gegeneinander auszuspielen, bringt nichts und ist auch nicht sachgerecht.Für mich ist das entscheidende Prinzip die Frage: Wenn sich alle so verhalten wie ich, haben wir dann eine gute, gefährdete oder eine untergehende Welt zu erwarten.
Bei der Gruppenarbeit am 21. Mai haben Sie es sich etwas gar einfach gemacht. Ich bin aufgrund Ihres Blogs nicht sicher, ob ihnen die Unterschiede zum herkömmlichen M+U-Unterricht klar geworden sind.
Claudio Stucky

Impulse der Agende 21 für meinen Unterricht

Ich habe in dem Artikel zu der Agenda 21 eine gute Idee gefunden, wie ich nachhaltige Entwicklung im Unterricht ganz praxisnah umsetzen könnte. Dies möchte ich nun nach Möglichkeit mit meiner zukünftigen Klasse gleich ausprobieren. Und so funktioniert es: Ich suche als Lehrperson eine Schulklasse auf einem anderen Kontinent. Angenommen ich finde eine Klasse in Afrika, die Interesse hat, mit meiner Klasse einen Briefkontakt aufzubauen. Dann würde ich das Thema Afrika als Jahresthema wählen. Ich würde das Thema aus ganz verschiedenen Perspektiven behandeln. Das Ziel ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler über den Kontinent Afrika anhand eines Inputthemas, das jeden Monat neu wäre, informieren. Die Themen würde die Lehrperson vorgeben. Ungefähr einmal pro Monat schreibt jedes Kind seiner Brieffreundin oder seinem Brieffreund einen Brief zu diesem Thema. Solche Themen könnten z.B Schulbildung, Freizeitmöglichkeiten, Familiensituation, Konsumgewohnheiten, Umweltschutz, Abwassersystem, Müllentsorgung, Naturschutz, Umgang mit Ressourcen, umweltverträgliche Nutzung des Bodens usw. sein. Es könnten aber auch Themen wie Krieg, Dürre, Umweltkatastrophe, Hungersnot, Gerechtigkeit,… zur Sprache kommen. Die Kinder hören im Unterricht die wichtigsten Sachinformationen und müssen sich nun bei ihrem Brieffreund erkundigen, wie es genau in seinem Land aussieht und wie es in der Schweiz zu diesem Thema steht.

Ich denke, dass die Kinder somit viel mehr lernen, da sie selbstständig sich Informationen beschaffen müssen. Sie werden angeregt, über unsere Umwelt nachzudenken und eventuell andere Sichtweisen zu tolerieren. Mit dieser Methode wird der Rahmen des Schulzimmers gesprengt und die Schüler lernen neue Kinder kennen. Ausserdem wird auch globales Denken gelernt. Diese Briefkontakte könnten die Kinder zum schreiben animieren. Und vielleicht führen einige Kinder diese Brieffreundschaft auch später noch weiter. Natürlich könnte da auch eine Schulklasse aus einem anderen Kontinent, wie z.B Südamerika gewählt werden.

Mittwoch, 23. Mai 2007

Mit ganzem Herz dabei... oder doch nicht?


Der Artikel von Otto Herz zur Agenda 21 hat mir gezeigt, wieviele Themen im M&U Unterricht behandelt werden können oder behandelt werden, ohne dass uns vielleicht bewusst ist, dass diese in die Agenda 21 gehören. Dazu gehören Beispiele wie Wald, Bauernhof, Zoo, Regenwald, etc. Ich denke, viele Lehrpersonen behandeln diese Themen und sind sich gar nicht bewusst, dass diese zu der Agenda 21 gehören. Ich denke, dass es vor allem darum geht, den Kindern verschiedene Dinge bewusst zu machen, beispielsweise wieviel Wasser wir pro Tag verbrauchen, oder dass unsere Toiletten mit Trinkwasser spülen während andere Menschen auf der Welt schmutziges Wasser trinken müssen. Otto Herz schreibt, dass jedes Thema auch von Kindern und für Kinder erschlossen werden kann. Meiner Meinung nach ist das richtig, es kommt darauf an, wie man das Thema behandelt und mit den Kindern erarbeitet. Dies muss natürlich altersangepasst geschehen. Ich sehe auch viele Möglichkeiten des handelnden Lernens in den Themen der Agenda 21. Herz schreibt, dass vorallem solche Themen auch in die Öffentlichkeit getragen werden sollen, um alle Menschen darauf aufmerksam zu machen. Dies könnte man mit einer Ausstellung machen oder mit einem Infostand an einer zentralen Stelle.

Ich glaube jedoch, dass wir alle zuviel davon reden, dass man dies tun soll oder dies nicht. Wir stellen verschiedene Länder an den Pranger, weil diese zu viel CO2 ausstossen, doch wir Schweizer sind oft zu faul, um für kurze Strecken das Fahrrad zu nehmen. Dazu der Satz von Otto Herz, der mich am meisten beeindruckt hat: Wer die Welt verstehen will, der macht die Augen auf und nicht den Mund.

Dienstag, 22. Mai 2007

(Sc)Herz-Artikel

Jetzt aber ohne Scherz: Otto Herz listet in seinem Artikel einen Teil des Inhaltsverzeichnisses der Agenda 21 auf. Durch diese Aufzählungen realisierte ich, dass bei sehr vielen Mensch und Umwelt Themen die Agenda 21 thematisiert werden kann. Hier einige Beispiele, die mir in den Sinn gekommen sind: Kinder der dritten Welt, Kleider, Wald, Bauernhof, Bedrohte Tierarten, Wasser, Meere und Ozeane. Die aufgelisteten Themen und selbstverständlich noch viele mehr lassen sich meiner Ansicht nach gut mit der Agenda 21 verknüpfen.
Die drei wichtigen Fragen, die Herz in seinem Artikel beschreibt, finde ich zudem sehr sinnvoll und ich denke, dass sie zu jedem Mensch und Umwelt Thema gestellt werden sollen (in welcher Form hängt aus meiner Sicht von der Stufe ab):

  • Was war und ist diesbezüglich geschehen zur gleichen Zeit in anderen Regionen der Welt?
  • Was werden die Folgen des Handelns und Nicht-Handelns sein zukünftig im Blick auf die verschiedenen Regionen der Einen Welt?
  • Wie verträgt sich dies jeweils mit dem Anspruch der Globalen Gerechtigkeit?

Was mich aber aus der Feder von Herrn Otto Herz am meisten beeindruckt hat, ist, der an dieser Stelle abschliessende Satz:
„Wer die Welt verstehen will, der mache die Augen auf und nicht den Mund.“

Ruth Frick, LG04D

Montag, 21. Mai 2007

Meine Motivation nachhaltig zu Handeln

Jedes Mal wenn ich die Natur anschaue, bin ich von ihrem Anblick überwältigt. Besonders im Frühling und Frühsommer, wenn alle Blumen blühen, könnte ich stundenlang eine einzelne Blüte betrachten. Die Schönheit der Natur ist für mich so faszinierend, dass ich es extrem schade fände, wenn diese Schönheit durch unser Verhalten zerstört würde. Die unzerstörte Natur ist für alle Lebewesen in der Schweiz wie auch beispielsweise in Südamerika von grosser Wichtigkeit.

Ich denke, dass ein gewisser Ansatz von nachhaltigem Handeln von Eltern den Kindern vermittelt werden muss. Denn wenn die Eltern in keinerlei Hinsicht nachhaltig Handeln, so ist es für eine Lehrperson extrem schwierig, das Kind für nachhaltiges Handeln zu überzeugen. Ein erwachsener Mensch kann sich selber bewusst für oder gegen nachhaltiges Handeln entscheiden. Bei den Kindern ist das nicht so einfach. Sie machen es einfach uns Erwachsenen nach. Somit ist es eine grosse Motivation für mich, den Kindern ein gutes Vorbild zu sein. Das heisst aber noch lange nicht, dass ich dadurch total zum Ökofreak werde. Denn nachhaltiges Handeln hat bei mir auch seine Grenzen. Beispielsweise liebe ich Tropenfrüchte und die wachsen ja bekanntlich nicht bei uns in der Schweiz. Auch gehe ich gerne mit dem Flugzeug in die Ferien oder hätte schon seit einer Ewigkeit gerne ein kleines Auto. Dass ich noch kein Auto habe, liegt eher an meinem bescheidenen Budget und nicht an meinem nachhaltigen Gefühl. Dafür werfe ich keinerlei Lebensmittel fort und bin mit dem Wasser und Elektrizität sparsam. Es ist meiner Meinung nach wichtig, eine gute Balance zu finden zwischen dem Erfüllen seiner Bedürfnisse und nachhaltigem Handeln.

Arbeitsauftrag Vorlesung: Plakat Schokolade


Warum haben wir dieses Plakat gewählt?

Das Thema Schokolade steht in engem Zusammenhang mit unserem Blogthema Südamerika (Grossteil der Kakaobohnen werden in Südamerika angebaut).

In wiefern unterscheidet sich die auf dem Plakat dokumentierte Unterrichtseinheit von einer herkömmlichen MU Lektion?


  • Lernziel: Die Schülerinnen und Schüler können eine Problematik aus den verschiedenen Sichtweisen der Akteure betrachten und durch Diskussionen nach Lösungswegen suchen. --> Lernende müssen sich in andere Rollen versetzen und nach eigenen Lösungswegen suchen. Im herkömmlichen Unterricht werden Lösungen oft direkt von der LP vorgegeben.

  • Vernetztes Denken --> Gesellschaftliche Zusammenhänge werden klar aufgezeigt.

Angesprochene Teilkompetenzen

  • a.4
  • a.6
  • c.1
  • c.2
  • c.4
  • c.5
  • d.4
  • d.5
  • e.2
  • g.4
  • g.6

Didaktische Prinzipien und Methoden


Vernetztes Lernen: Sichtweise der verschiedenen Akteure (Konsument, Ladenbesitzer/Verkäufer, Plantagenarbeiter, Schokoladehersteller, Max Havelaar), Nachhaltigkeitsdreieck, Gruppendiskussion


Entdeckendes Lernen: Degustation, Exkursion in eine Schokoladenfabrik


Zugänglichkeit: Degustation


Weiterentwicklung der Teilkompetenzen



  • b.3: Visionen einbringen --> Was wäre wenn Schokolade gratis wäre oder was wäre wenn alle Akteure gleich viel verdienen würden?

  • e.6: Mehr Informationen selber sammeln --> Internet, Bibliothek, Interviews usw.

  • f.6: Eigene Zukunftsvisionen auf die Realisierbarkeit überprüfen und abschätzen --> ist es zum Beispiel möglich, dass alle Akteure gleichviel verdienen?

Weiterentwicklung der Didaktischen Prinzipien



  • Visionsorientierung (siehe Weiterentwicklung der Teilkompetenzen)


Samstag, 19. Mai 2007

Themen der Agenda 21 im Mensch und Umwelt Unterricht

Der Artikel von Herrn Herz hat mir vor allem bewusst gemacht, dass Themen wie sie in der Agenda 21 beschrieben sind, nicht nur am Rande einmal im Unterricht erwähnt werden sollten, sondern vielmehr auch Hauptthema sein sollten. Ich kann mir gut vorstellen im Rahmen des MuU Unterrichts auch einmal Themen aus der Agenda 21 in den Mittelpunkt zu stellen. Zusätzlich zu den üblichen beliebten Themen wie Indianer, Sinne, Wald usw. sollten auch diese Themen einen sicheren Platz im MuU Unterricht bekommen. Wie bei jedem Thema ist es in meinen Augen wichtig, dieses so gut es geht auf andere Fächer auszuweiten und warum nicht auch einmal auf die ganze Schule. Jahresthemen, wie Herr Herz es vorschlägt, sind meiner Meinung nach eine gute Idee, setzen aber die Bereitschaft des Teams voraus.

Mit dem einmaligen Behandeln solcher Themen ist es jedoch noch lange nicht getan. Für mich stellt es vielmehr einen Beginn dar, für das Bewusstwerden der Kinder. Öffentlichkeitsarbeit und Zusammenarbeit mit ausserschulischen Partnern brauchen meiner Meinung nach einfach Mut, sind aber wesentlich um die Kinder nicht in einen Konflikt zu stürzen. Denn einerseits lehren wir in der Schule Nachhaltigkeit und andererseits stossen sie zu Hause vielleicht auf ganz andere Einstellungen. Deshalb ist es meiner Meinung nach sehr wichtig vor allem auch die Eltern mit einzubeziehen. Es muss wie schon oft in den Blogs gesagt, ein Bewusstsein bei der ganzen Bevölkerung entstehen! Die Arbeit in der Schule ist ein sehr wichtiger Anfang, reicht aber längst nicht aus!

In Bezug auf unser Blogthema Südamerika finde ich es sehr wichtig, dass den Kindern Themen der Agenda 21 anhand von konkreten Beispielen näher gebracht werden. Südamerika wäre in Verbindung mit unserer eigenen Lebenswelt sicher ein geeignetes Beispiel: Armut, Hunger, Kinderrechte, Sklaven, Bildung, Industrie oder die Nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder sind dabei nur ein paar der möglichen Themen.

Dienstag, 15. Mai 2007

Prioritäten

Strahlende Sonnenaufgänge. Schneebedeckte Berggipfel. Saftig grüne Wiesen. Tosende Wasserfälle. Tiefblaue Seen. Feuerspeiende Vulkane. Abgelegene Inseln. Üppige Regenwälder. Glühende Sonnenuntergänge. Bunt leuchtende Tiere. Schnelle Raubtiere. Fliegende Tiere. Schwimmende Tiere. Grosse Tiere. Ganz kleine Tiere. Und schliesslich Menschen… Die Liste ist unendlich. All das und vieles mehr motiviert mich, nachhaltig zu handeln.

Nicht in allen Situationen halte ich mir diese Bilder vor Augen.

Wenn ich ein entspannendes Bad nehmen will, tu ich das. Wenn ich ein bestimmtes Kleidungsstück brauche, starte ich einen Waschgang, auch wenn die Trommel nicht ganz gefüllt ist. Wenn ich verreisen will, buche ich auch mal einen Flug. Eigene Interessen stellen sich in meinem Leben vor nachhaltiges Handeln. Oder Bequemlichkeit. Mein Verantwortungsgefühl geht deshalb nicht flöten - ich setze nur die Prioritäten anders (diese Aussage könnte von einem Politiker stammen).
In Südamerika haben sie andere Probleme, als sich über Bio-Nagellack zu unterhalten. In der Agenda 21 wird dies ersichtlich, indem unterschiedliche Massnahmen der nachhaltigen Entwicklung in Schwellen- oder Entwicklungsländern und Industriestaaten gefordert werden. Unsere Probleme finde ich im Vergleich zu Entwicklungsländern zum Teil fast schon lächerlich. Und trotzdem ist es wichtig, auch bei uns Nachhaltigkeit zu pflegen.

Ruth Frick, LG04D

Das muss einfach reichen


Das muss einfach reichen

Nein ich lebe nicht nach den strengsten Regeln der Nachhaltigkeit und ich bin ganz ehrlich: Ich will es auch nicht!

Meine Bananen und mein Kaffee sind von Max Havelar, zur PH fahre ich jeden Morgen eine Stunde und dreissig Minuten mit ÖV, ich benutze nie Weichspüler oder den Tumbler, mein Velo benutze ich regelmässig, der kleine Fiat Panda kommt mit 6 Liter ganz gut zurecht, ich kaufe Produkte aus der Region, zuhause benutzen wir Recyclingklopapier, Autorennen finde ich absolut sinnlos und beim Einseifen unter der Dusche stelle ich das Wasser ab. Das muss ganz einfach reichen. Mehr Umweltschutz passt nicht in mein Leben.

Denn ich will in die Ferien fliegen, mir ab und zu eine Mango vom anderen Ende der Welt leisten, später die Töffprüfung machen, ein Handy besitzen, zu McDonalds gehen, modische Kleider tragen auch wenn sie nächstes Jahr wieder out sind, im Winter tagelang Skifahren (zur Not auch auf Kunstschnee), ein heisses Bad nehmen und mich bei 40°C im klimatisierten Kaufhaus erholen.

Nennt mich Egoistin oder von mir aus auch verwöhnte, reiche Liechtensteinerin. Mir doch egal. Ich denke einfach wirtschaftlich: Wenn wir nicht mehr in die Ferien fliegen, verlieren viele Menschen ihre Arbeitsplätze. Wenn wir keine Mangos kaufen, verdienen die Mangoleute gar nichts mehr. Geld, das beim Ski- oder Töfffahren, mit telefonieren oder bei McDonalds ausgegeben wird kommt unserer Wirtschaft zugute. Alles dumme Ausreden sagst du? Kann sein, aber dem Gewissen tut es unheimlich gut.

Montag, 14. Mai 2007

Motivation für Nachhaltigkeit

Die Motivation nachhaltig zu handeln und zu leben, sollte uns eigentlich jeder Moment unseres Lebens geben. Wenn ich das Fenster morgens öffne, blicke ich auf Berge, grüne Wiesen, Wälder, Blumen oder ich sehe sogar einen Vogel vorbei fliegen. Allen gemeinsam ist, dass sie eine gesunde Lebensgrundlage brauchen, um existieren zu können. Würden wir Menschen ihnen diese Grundlage nehmen und zerstören, würde sich auch unsere Leben schlagartig ändern. Alles was ich jeden Moment mit meinen Sinnen wahrnehme und geniesse braucht eine lebenswerte Grundlage. Diese Gedanken sollten Motivation genug sein, um nachhaltig zu handeln. Warum tun wir oder ich es aber viel zu wenig? Meine Antwort darauf ist, dass wir viel zu beschäftigt sind mit tausend Dingen, die uns von Schule, Studium, Beruf oder auch der Freizeit auferlegt werden. Durch den ständigen Zeitdruck geniesse ich alle möglichen Dinge, die mir helfen, oder vielleicht auch nur vortäuschen, Zeit zurück zu gewinnen. Meine eigene Bequemlichkeit oder einfach nur der Wunsch nach „abschalten und in Ruhe gelassen zu werden“, ist oft grösser als das Bewusstsein jeden Moment wahrzunehmen und so zu gestalten, dass Generationen nach mir, noch in den selben Genuss kommen können wie ich heute.

Was unser Blockthema Südamerika betrifft, dürfen wir nicht vergessen, dass in den meist armen Ländern nicht einmal die Grundbedürfnisse wie Nahrung oder frisches Wasser gewährleistet sind. Die rasant anwachsende Bevölkerung will und muss ernährt werden. Wer die Bedürfnispyramide von Maslow kennt, der kann vielleicht auch nachvollziehen, wie viele Bedürfnisse der Mensch befriedigt haben muss, bevor er an Selbstverwirklichung denkt. Ähnlich sieht es meiner Meinung nach mit der Nachhaltigkeit aus: Erst wenn die Grundbedürfnisse befriedigt sind, kann über Nachhaltigkeit nachgedacht und gehandelt werden. Vielleicht müssen wir auch diesen Aspekt mit einbeziehen, bevor wir andere Länder vorschnell verurteilen, weil sie zum Beispiel nicht an den Schutz ihres Regenwaldes denken!

Samstag, 12. Mai 2007

Braucht es denn Motivation?


Als ich den Auftrag für den Blog dieser Woche las, stellte sich mir sofort die Frage, ob es denn überhaupt Motivation braucht, um nachhaltig zu handeln. Sollte dies nicht vielmehr automatisch, ohne grosse Überlegungen, passieren? Jeder von uns trägt eine Verantwortung für unseren Planeten, diese sollten wir wahrnehmen, um der Erde willen. Eine Motivation von mir ist bestimmt die Schönheit der Natur, die wir erhalten wollen, auch, damit wir lebensfähig bleiben. Wie sähen denn unsere schönen Wälder aus, wenn überall verrostete Autos, Abfall, vielleicht sogar Tonnen mit Giftmüll herumstehen würden? Dies würde uns wohl kaum zu einem gemütlichen Sonntagsspaziergang einladen. Wenn unsere Wälder nicht mehr so existieren würden, dann würden vermutlich auch viele einheimische Tiere aussterben. Sie würden die giftigen Abfälle fressen oder keinen Lebensraum mehr finden. Ich persönlich finde es schön, am Morgen wenn ich aufwache, die Vögel zwitschern zu hören (und ich wohne nicht wirklich nahe bei einem Wald :)). Es macht mich jeweils gleich ein bisschen fröhlicher und das Aufstehen fällt ein bisschen leichter. Ich finde jedoch, das bei uns in der Schweiz oft schon nachhaltig gehandelt wird, so werden zum Beispiel alte Autos viel früher aus dem Verkehr gezogen wie in anderen Ländern. Als ich in Australien war, habe ich mich oft gefragt, wo hört da das Auto auf und wo beginnt der fahrende Rostfleck. Auch kommt man dort oft an verlassenen Orten vorbei, wo alte Gerätschaften vor sich hin rosten. Dies ist bei uns in der Schweiz nicht der Fall.

Ich finde, in Bezug auf unser Gruppenblogthema, dass in Südamerika vorallem in Bezug auf den Regenwald nachhaltiger gehandelt werden sollte. Der Regenwald wird oftmals abgeholzt ohne über die Folgen nachzudenken, nur der Profit zählt. Wir im Westen können jedoch auch einiges dazu beitragen, zum Beispiel indem wir zertifiziertes Holz kaufen. Denn, wenn man keine Abnehmer mehr findet, sinkt die Nachfrage. Im Regenwald wohnen viele verschiedene Tiere, die immer mehr Lebensraum verlieren und darum aussterben, zum Beispiel die Orang Utans. Diese Tiere sollten jedoch auch das Recht haben, auf unserer Erde zu leben.

Ich bin der Meinung, dass wir uns angewöhnen sollten, nachhaltig zu handeln, so dass dies für uns natürlich ist. Vielleicht ist es für uns zu spät, doch können wir dieses Denken der nächsten Generation weitergeben...

Bildquelle: http://www.users.globalnet.co.uk/~msmith03/route66/rusty_car.jpg

Freitag, 11. Mai 2007

Es lebe der Kaffee


Es lebe der Kaffee

Zugegebenermassen esse ich sehr selten Bananen. Höchstens mal einen Bananensplit. Und trotzdem liegen sie zu Hause in der Früchteschale und nehmen allen anderen köstlichen und einheimischen Früchten den Platz weg. Mit dem Kaffee habe ich ein besseres, man könnte fast sagen inniges Verhältnis. Das erste was ich am Morgen mache (nach meinem Besuch auf der Toilette) ist es, die Kaffeemaschine einzuschalten. Bis ich dann im Bad fertig bin, ist sie heiss und ich kann einen köstlichen Max Havelar Kaffee geniessen. Mmmmmh… Ohne diesen Kaffee geht gar nichts. Nicht das Bus- und Zugfahren, nicht die Seminare und Vorlesungen an der PHR und schon gar kein Modulnachweis. Um den Nachmittag durchzustehen, brauche ich einen Kaffeenachschub am Mittag in der Mensa.

Und weil ich ganz einfach aufgeschmissen wäre ohne Kaffee ist es höchste Zeit allen beteiligten zu danken: Den fleissigen Bohnenpflückerinnen in Südamerika, den Grosshändlern und Frachtschiffkapitänen, dem Zoll in Amsterdam und Basel, den Käpseliproduzenten (Ich weiss, ich weiss, nicht wirklich nachhaltig diese Kapseln) und den Kaffeemaschinenzusammenbauern, der Migros und ihren Verkäuferinnen, meiner Mutter (oder mir, wenn ich einkaufen gehe) und am Ende dem LKW (Liechtensteinische Kraftwerke) dafür, dass es jeden Morgen den Strom liefert, damit ich den Knopf auf der Kaffeemaschine drücken kann. DANKE!!!

(PS: Warum gibt es keinen Starbucks in meiner Nähe????)

Dienstag, 8. Mai 2007

Schweizer Schokolade?


Mmmmhh… Schokolade darf nicht fehlen in meinem Alltag! Ich habe mir überlegt, was es wohl alles für die Herstellung dieser leckeren Masse braucht:

Der wichtigste Rohstoff für Schokolade ist die Kakaobohne. Die Bohnen werden zum grössten Teil an der Elfenbeinküste und in Teilen Südamerikas angebaut. Sie sind teil der Kakaofrucht, die am Stamm oder an dickeren Ästen des Kakaobaumes gedeiht. Der Baum muss gepflanzt, die Frucht geerntet und die Bohnen schliesslich aus der Frucht gewonnen werden. Dazu wird die Frucht vom Baum gedreht, mit dem Messer halbiert und die Bohnen werden mit dem Fruchtfleisch herausgenommen. Anschliessend müssen die Bohnen an der Sonne geröstet werden. Die gerösteten Kakaobohnen werden von den Bauern an so genannte Zwischenhändler verkauft. Diese verkaufen die Bohnen dann weiter, z.B. an die renommierte Firma Felchlin in der Schweiz. Felchlin macht aus den gekauften Edelkakaobohnen die so genannte „Grand Cru“ Couverture, die wiederum von Schokoladeherstellern, z.B. von der Firma Lindt & Sprüngli, gekauft und anhand unterschiedlicher Rezepturen zu vielfältigen Endprodukten (Tafelschokolade, Truffes, Osterhasen…) verarbeitet wird. Schlussendlich steure ich in einen Laden und kaufe mir die Schokolade, die mir am besten schmeckt.

Ganz schön viele Stationen, bis die Schokolade zu mir gelangt. Und dabei habe ich die Verpackung nicht einmal erwähnt!
Ob alle Leute genug an ihrer Arbeit mit der Schokolade verdienen? Ich weiss es nicht. Es gibt bestimmt auch Fair Trade Schokolade, aber ob die auch so gut schmeckt? Ist sicher einen Versuch wert…

Ruth Frick, LG04D

Bildquelle: http://www.felchlin.com/d/inhalte/2003/celebration/verarbeitung.html

vernetzt- in der ganzen Schweiz

Ich habe mir heute überlegt, dass ich jeden Tag mit dem Zug in die Schule fahre und wieder zurück. Zum einen bin ich dadurch mit Rorschach vernetzt, könnte jedoch auch jederzeit einmal im Zug sitzenbleiben und weiterfahren. Damit ein Zug überhaupft fahren kann, braucht es Schienen und Strom. Die Schienen bei uns in der Region sind bestimmt schon uralt und könnten, sind wir mal ehrlich, auch eine zweite Schiene zur Entlastung brauchen. Der Strom wird immer wieder produziert, vermutlich von verschiedenen Herstellern. Damit Strom produziert werden kann, braucht es Elektrizitätswerke. Dort arbeiten vermutlich viele Menschen in verschiedenen Berufen, was diesen Personen ein Einkommen ermöglicht. Ausser Strom und Schienen braucht es jedoch auch einen Lokführer oder eine Lokführerin. Diese werden irgendwo ausgebildet und verdienen mit dem Führen von Zügen ihr Geld. Auch in jeden Zug gehören Kondukteure, die uns Reisende kontrollieren. Diese Kondukteure haben alle dieselbe Uniform an, daher wird irgendwo jemand an diesen Uniformen verdienen. Nicht zu vergessen sind die Reinigungskräfte, die die Zugabteile nach den langen Betriebstagen mehr oder weniger gut reinigen und sie wieder kundenfreundlich herrichten.
Wie man sehen kann, hängen sehr viele Arbeitsplätze davon ab, dass wir Reisenden mit dem Zug herumfahren und die SBB unterstützen. Auch wenn wir manchmal denken, dass die SBB ein riesiger Saftladen ist (bei der Reise nach Rom hätten wir dank SBB Verspätung fast den Anschluss in Zürich nach Florenz verpasst), ist sie ein grosser Arbeitsgeber.
In Bezug auf unser Blogthema denke ich, dass auch in Südamerika verschiedene Vernetzungen zu finden sind. Südamerika wird auch auf verschiedene Arten mit uns Schweizern vernetzt sein, man denke nur an den Kaffee, die Schokolade oder die Bananen...

Tanzen zu südamerikanischen Klängen

Als Beispiel einer Vernetzung wähle ich den gestrigen Abend. Eine Gruppe von etwa 18 Leuten inklusive mir, hatte im Clubraum eines Lokals einen Cha-Cha-Cha Tanzkurs. Wenn ich mir überlege, was für Arbeitsschritte nötig sind, nur schon bis der Kurs beginnen kann, fallen mir schon recht viele ein. Als erstes müssen das Gebäude und der Raum vorhanden sein, die irgendwann gebaut wurden. Auch für die Einrichtung waren viele Arbeitsschritte nötig: Sofas, Stühle und Tische, Barbetrieb oder Beleuchtung und nicht zu vergessen die Musikanlage, die uns schliesslich die Musik abspielt. Bei der Musik schweifen meine Gedanken schon weiter. Schliesslich braucht es jemanden, der die Musik geschrieben hat, der sie spielt und singt und schlussendlich auf CD aufnimmt. Einer der Ursprünge der Musik liegt wahrscheinlich sogar in unserem Blogthema „Südamerika“. Weiter geht es mit dem Tanzlehrer, der irgendwann zu Beginn seiner Karriere selbst auf andere Lehrer angewiesen war bis er uns heute selbst Kurse erteilen konnte. Auch da braucht es noch weitere Aspekte. Flyer wurden gedruckt um den Kurs anzukündigen, die Internetseite aktualisiert, der Raum musste gemietet und geputzt werden und schliesslich genügend Frauen und Männer gefunden werden, damit es mit dem Tanzen aufging. Erst nach diesen vielen Schritten komme ich als Kursteilnehmerin ins Spiel und leiste meinen Beitrag. Mit Motivation und Konzentration versuchte ich mich auf verschiedene Tanzpartner einzulassen und den Anweisungen des Lehrers zu folgen. Die Stimmung hängt dabei von allen Beteiligten ab. Hatten sie einen guten Tag hinter sich und waren so fröhlich und motiviert oder fiel ihnen der Kurs schwer und waren sie froh am Ende wieder nach Hause gehen zu können? Rückblickend bin ich erstaunt, wie viele Schritte so einem Kurs vorausgehen. Mein eigener Beitrag ist schlussendlich erschreckend klein, aber trotzdem für mich persönlich von eigentlicher Bedeutung. Würden wir Menschen uns öfters bewusst werden, was es alles braucht um unser Leben so angenehm zu gestalten, könnten wir vielen Dingen vielleicht mehr Wertschätzung entgegenbringen.

Montag, 7. Mai 2007

Nachhaltigkeit und Südamerika

Liebe Blogerinnen
Es ist zugegebenermassen nicht einfach und es fällt Ihnen deshalb manchmal noch schwer, einen Bezug zwischen dem Wochenimpuls und Ihrem Thema Südamerika herzustellen. Trotzdem lassen sich einige gute Bezüge in Ihren Blogs finden: die Regenwaldproblematik, fairer Handel, Kinderarbeit, umweltzerstörende Produktionsmethoden; dies waren einige Problemkreise, die Sie mit Beobachtungen in Ihrer näheren Umgebung in Bezug gebracht haben.

Ganz generell haben Sie beim zweiten Impuls aufgezeigt, dass Medien sensibilisieren können, dass sie Beispiele für nachhaltige Entwicklungen zeigen, dass sie aber auch zu einseitige Perspektiven haben können (Beispiel Kassensturz-Vergleich von deutschen und Schweizer Preisen ohne die Fahrt ins Ausland zu berücksichtigen).
Was die Achtsamkeit betrifft, so geht das Spektrum bei ihnen recht auseinander: jemand, der eh schon achtsam ist, jemand, der Neues entdeckt durch Achtsamkeit etc. Ich bin gespannt auf weitere Posts.
C. Stucky

Rosige Zeiten

Fast alles in unserem Leben ist vernetzt und hat Auswirkungen. So bin ich beim Durchblättern des Migros- Magazin auf einen Artikel über Max Havelaar gestossen.
Max Havelaar engagiert sich nicht nur für Lebensmittel sondern auch für Blumen. Und da ja bald Muttertag vor der Türe steht, ist das Thema natürlich hoch aktuell!

Denn mit dem Kauf von Max Havelaar Rosen machen wir nicht nur unsere Mamis, sondern auch die Blumenarbeiterinnen und Blumenarbeiter in Ecuador, das ja bekanntlich in Südamerika liegt, glücklich. Als Konsumenten können wir uns entscheiden, welche Produkte wir kaufen wollen. Da ja bekanntlich viele Produkte nicht in der Schweiz, sondern irgendwo in der fernen Welt produziert werden, wissen wir meistens nicht genau, wie diese Produkte entstanden sind. Denn der Preisdruck verleitet viele Firmen, ihre Produkte unter menschenunwürdigen Zuständen möglichst billig zu produzieren. Der Kauf von bestimmten Produkten durch uns Konsumenten ist stark vernetzt mit den Arbeitsbedingungen vor Ort.

Mit dem Kauf von Max Havelaar Rosen unterstützen wir die Blumenarbeiter in Ecuador. Max Havelaar setzt sich in Ecuador für folgende Punkte ein:
-Lebensqualität: Dank der Fair-Trade-Prämie erhalten die Arbeiter regelmässige neue Kleider und Schuhe.
-Weiterbildung: Computerzentrum für die Arbeiter
-Versorgung: die Arbeiter können in einem speziellen Laden Lebensmittel zu einem günstigen Preis einkaufen.
-Ausbildung: Die Arbeiter bekommen eine Ausbildung
-Aufklärung: Mit den Fair-Trade-Prämien werden Kurse zum Thema „Rechte und Pflichten“ veranstaltet.

Es kommt also darauf an, welche Rosen wir unseren Mamis kaufen. Denn mit dem Kauf von einem Max Havelaar Produkt investieren wir nicht nur in das Portemonnaie vom Migros Direktor sondern wir helfen auch den Blumenarbeitern! Wir schenken dann nicht nur eine Rose mit Herz, sondern auch mit Verstand!

Nichts, nada und nothing

Nichts, nada und nothing

Ich habe am Montag zwei Zettelchen montiert. Eines am Badezimmerschrank und eines in der Küche. Und ehrlich… nichts ist passiert. Auch ist mir nichts aufgefallen, das mir auch sonst ins Auge sticht. Die üblichen Bio Produkte im Kühlschrank (Vom Ketschup bis zum Rüable) und auch Max Havelar und seine Bananen liegen in der Früchteschale.

Diese enttäuschende Einsicht liegt wahrscheinlich ganz einfach daran, dass ich auch sonst nicht mit geschlossenen Augen durchs Leben gehe und oft Dinge hinterfrage. Dazu brauche ich keine Post-its.

Freitag, 4. Mai 2007

Achtsamkeit im Alltag

Wie im Auftrag gewünscht, gab ich in der letzten Woche mehr Acht auf die kleinen Dinge während des normalen Alltags. Gestern zum Beispiel habe ich mich an den Computer gesetzt und Bewerbungen ausgedruckt. Mir ist da wiedereinmal aufgefallen, wieviel Papier wir im Alltag brauchen und nachher nicht mehr verwenden. Für eine Bewerbung brauche ich ca. 15 Bogen Papier, natürlich nicht das normale weisse, sondern ein bisschen festeres, edleres Papier.
Mich nervts auch immer, wieviel Werbung jede Woche reinkommt. Meistens sogar mehr als ein Exemplar, da bei uns im Haushalt 4 volljährige Personen wohnen. Aber ganz auf die Werbung verzichten wollen wir trotzdem nicht, denn man muss ja immer wissen, wo was gerade Aktion ist oder welche neuen Produkte es gibt.
Mir sind allerdings auch einige positive Dinge aufgefallen. Zum Beispiel höre ich jeden Morgen die Vögel zwitschern, und Schafe schellen mit ihren Glocken. Und das, obwohl wir nicht unmittelbar neben einer Wiese oder dem Wald wohnen.
Wenn ich beim Zugfahren aus dem Fenster schaue, fallen mit die verschiedenen Farben der Felder auf. Ich überlege mir dann immer, was wohl irgendwann auf diesem Feld geerntet wird und bin dankbar dafür, dass es noch Menschen gibt die solche Produkte anbauen und ihr Leben damit verbringen.
Eigentlich müsste man immer achtsamer sein...
In Bezug auf unser Bloggthema denke ich, dass in Südamerika in vielen Bereichen auf die Natur nicht geachtet wird. Regenwälder werden abgeholzt, Chemikalien verschüttet, etc. Ich denke, dass wir in der Schweiz jedoch nicht mit erhobenem Finger auf dieses Land zeigen sollen, sondern zuerst bei uns selber schauen sollen...

Donnerstag, 3. Mai 2007

8samkeit im Alltag

Wie aufgetragen versuchte ich während den letzten Tagen besondere Achtsamkeit walten zu lassen. Meine erste Aufmerksamkeit schenkte ich dabei einem Freund, der von einer Begebenheit, die sich erst kürzlich ereignete, erzählte. Der Freund, nennen wir ihn Heini, lebt mit seiner Familie ziemlich weit oben am Grabserberg. Letzthin fuhr bei der Familie ein Auto mit der grossen Aufschrift IP-Suisse vor. Der Mann, der ausstieg, bot Heini IP-Suisse Äpfel an, und zwar zu einem, so könnte man denken, überrissenen Preis pro Kilo. Heini hatte, obwohl von lauter Bauern in der Nachbarschaft umgeben, keine Ahnung von den Obstpreisen und kaufte für seine Familie fünf Kilo Äpfel. Als er dies am nächsten Tag einer Nachbarin erzählte, rechnete sie ihm vor, dass er für die Äpfel viel zu viel bezahlt habe. Nun, worauf ich hinaus will, ist: Lohnt es sich, teure IP-Suisse Äpfel, die in der ganzen Gegend per Auto herumtransportiert werden, zu kaufen? Nützt das der Umwelt etwas?
Weiter ist mir an der PHR etwas aufgefallen: Einige Dozenten brauchen für die aus meiner Sicht bestimmt sinnvollen didaktisch-methodischen Settings unheimlich viele Papierzettel, die während des Unterrichts von der Studierendenschaft beschriftet, anschliessend geordnet und an eine Tafel gehängt werden müssen. Meist sind es farbige oder ganz weisse A4-Hälften und ich frage mich, an welchen Ort diese nach der Veranstaltung wandern…
Aber nun will ich mich selbst nicht auslassen. Auf der Toilette habe ich mir Gedanken über meinen WC-Papier-Verbrauch gemacht. Es kommt vielleicht auf die Qualität des WC-Papiers an, aber ich schaffe es nicht, ein Blatt auf der Rück- und Vorderseite zu benutzen, tut mir wirklich Leid. Ansonsten müsste ich mich mehr duschen, was wiederum den Wasserverbrauch steigern würde…
Wieso schreibe ich mit solch einem ironischen Unterton? Weil ich, wenn ich zuviel über Nachhaltigkeit nachdenke, die Existenzberechtigung aller Menschen auf einmal in Frage stelle. Zerstöre ich durch meinen Lebensstil, ja mein Leben überhaupt, fortwährend Teile der Natur? Oder darf ich das Leben geniessen, ohne ständig an die Konsequenzen zu denken? Oder gibt es ein Mittelmass?

Ruth Frick, LG04D

Mittwoch, 2. Mai 2007

Achtsamkeit

Im Verlaufe der letzten Tage, habe ich mir den Satz „Achtsam wahrnehmen und achtsam sein“ immer wieder ins Gedächtnis gerufen. Dabei habe ich positiven Dinge aber auch negative Verhaltensweisen von mir entdeckt.
So gehe ich meist sehr bewusst ins Freie. Gerade bei diesem schönen Wetter, habe ich die Natur sehr intensiv wahrgenommen. Das Zwitschern der Vögel, das Zirpen der Grillen oder auch die blühende Pflanzenwelt. Für mich ist dieses bewusste Wahrnehmen eine Kraftquelle im hektischen Alltag. Auch der Versuchung kurze Strecken gemütlich im Auto zurückzulegen, konnte ich die letzten Tage einige male widerstehen, worauf ich sehr stolz bin.
Ein paar Dinge sind mir jedoch auch aufgefallen, die ich ohne grosse Bemühungen ändern könnte. So habe ich mich beispielsweise dabei ertappt, den Kühlschrank länger als nötig geöffnet zu haben oder ich hätte den Wasserhahnen schon längst abstellen können, anstatt ihn einfach weiter laufen zu lassen.
Andere Dinge sind nur längerfristig zu ändern. Ich habe mich so plötzlich gefragt, woher wohl das Holz meiner Möbel stammt? Klar ist, dass ich die Möble nicht einfach zum Fenster hinaus werfen werde, aber vielleicht überlege ich mir beim nächsten Kauf, ob ich doch lieber etwas mehr für nachhaltig angebautes Holz ausgeben werde.

Gerade der zuletzt angesprochene Punkt nimmt Bezug zu Südamerika. Tagtäglich fallen tausende von Bäumen in den Tropenwäldern Südamerikas der Industrie zum Opfer. Nachhaltigkeit ist dabei ein Fremdwort. Mit dem bewussten Einkauf von Holz bzw. Möbeln oder auch Papier, kann jeder von uns einen kleinen Beitrag zum Schutz der Tropenwälder in Südamerika leisten.

Achtsame Ernährung

Zu dem Thema „Achtsam wahrnehmen“ kommt mir meine Ernährung in den Sinn. Seit langer Zeit achte ich bewusst auf meine Ernährung. Damit meine ich, dass ich mir Gedanken über die Herkunft unserer Lebensmittel mache. Vor allem die Fleischskandale der letzten Jahre haben mich dazu animiert, die Produkte genauer unter die Lupe zu nehmen. Da ich Vegetarierin bin, esse ich kein Fleisch. Nicht nur weil es mir einfach nicht schmeckt, sondern auch, weil ich mit den Aufzucht- und Schlachtmethoden nicht einverstanden bin. Dass es Käfighaltung und Massenproduktion bei den Tieren immer noch gibt, finde ich ein Verbrechen! Vor allem den qualvollen Transport von lebendigen Tieren kann ich ethisch nicht vertreten. Doch mit dem Verzicht auf Fleisch ist es noch lange nicht getan. Ich verzichte auf Gelatine, da diese aus Tierknochenmehl besteht und bevorzuge dafür pflanzliche Gelatine wie Agar-Agar. Auch ziehe ich die pflanzlichen Fette den tierischen vor. Am liebsten koche ich selber und verzichte auf Fertigprodukte, denn dann weiss ich, was wirklich drin ist.

Auch Südamerika hat eine grosse Rindfleischproduktion. Gerade Argentinien ist einer der bekanntesten Rindfleischlieferanten. Kann man nur hoffen, dass diese Rinder einige glückliche Tage erleben, bevor sie auf unseren Tellern landen.

Freitag, 27. April 2007

Einkaufen in Deutschland


Einkaufen in Deutschland

Der Kassensturz! Eine Sendung, die ich bei Gelegenheit ganz gerne einmal schaue. Sie bringt immer interessante Inputs zum Thema Konsumentenschutz. Seit etwas mehr als einem Jahr nehmen die Preisvergleiche zwischen Einkäufen in der Schweiz und Deutschland meiner Meinung nach stark zu. In der letzten Ausgabe war es sogar ein Ökovergleich im Hobbybaubereich.

Ich bin ganz ehrlich: DAS NERVT!

Ich beginne mal mit der alles andere als umweltfreundlichen Fahrerei von zig Kilometern, nur um einige Franken, oh Entschuldigung, Euros zu sparen. Weiter geht’s mit dem ewigen Gestöhne über unsere ja wahnsinnig hohen Preise und unsere wie immer viel zu tiefen Löhne. Schon mal daran gedacht, dass die Löhne nur steigen können, wenn auch jemand bereit ist für eine Dienstleistung mehr zu bezahlen?
Mal angenommen alle Schweizerinnen und Schweizer (Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner inbegriffen) würden ihr täglich Brot in Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich kaufen. Würden nicht Dienstleistungsbetriebe (und davon gibt es durchaus viele) schliessen müssen? Wer könnte dann noch Steuern bezahlen? Und wer am Ende unseren künftigen Lohn?

In Südamerika wird dieses Problem wohl kaum bestehen. Denn wer reitet schon mit seinem Esel 1 Woche ins Nachbarland um dann da einen Sack Mais zu kaufen? Obwohl… Einige Schweizerinnen und Schweizer würden es bestimmt tun!
(1 Sol gespart)

Mittwoch, 25. April 2007

Made in Asia – Hauptsache billig

Gestern Abend habe ich auf Arte einen Sendung zum Thema Textilindustrie gesehen. Hier eine Zusammenfassung :

Die Textilindustrie nutzt bequem alle Vorteile der globalen Welt: schnell und billig. Auch heute wird noch günstig produziert auf dem Rücken rechtloser Menschen aus Billiglohnländern und Kinderarbeit gibt es immer noch!

Indien ist eines der Länder, in denen am meisten Textilien produziert werden und als Produktionsstandort seit Jahren heftig umstritten. Umweltstandards wurden über Jahrzehnte mit Füssen getreten. Obwohl es entsprechende Gesetze schon seit Jahren gibt, hat sich nie jemand darum gekümmert, dass sie auch eingehalten werden. In Tirupur im Süden des Landes liegt die Hochburg der Textilindustrie. Alle grossen Markenunternehmen lassen hier färben und nähen. Der jahrelange Missbrauch von Chemikalien während der Färbeprozesse hat dazu geführt, dass es in Tirupur seit Jahren kein sauberes Grundwasser mehr gibt.

Durch einen Gerichtsbeschluss wurde jetzt entschieden, dass jede Färberei innerhalb der nächsten Monate umrüsten muss. 95 % des Wassers müssen recycelt werden. Die großen Färbereien halten sich schon längst an die Vorgaben, auch weil sie wissen, dass sie sonst wichtige Kunden verlieren können. Die Kontrollen wurden verschärft und jede Färberei wird Trainings unterzogen, in denen geklärt wird, welche Chemikalien benutzt werden dürfen. Doch die Färbereien sind eigenständige Unternehmen, die für viele Käufer aus aller Welt arbeiten. Auch wenn die jahrelange Zusammenarbeit mit westlichen Unternehmen in Indien für ein Umdenken gesorgt hat, bleiben Risiken bestehen, denn die Kontrollen der Färbereien sind häufig kompliziert.

Die Ansprüche aus den westlichen Industrienationen haben zudem oft wenig gemein mit der Lebensrealität in den Ländern, in denen sie Kleidung produzieren lassen. Umweltverschmutzung kümmert in Indien wenig, hier geht es den meisten zunächst darum, die Familie zu ernähren. Für viele ist es kaum nachvollziehbar, sich um saubere Flüsse zu sorgen. Die wenigsten Haushalte haben sanitäre Anlagen, auch das ist eine wesentliche Ursache für die Verschmutzung des Grundwassers. Die Verschmutzung der Umwelt durch die Textilindustrie beginnt ausserdem weit vor den Färbeprozessen. Beim Einsatz von Pestiziden auf den Baumwollfeldern, der Situation der Bauern vor Ort. Wer wie sie in der Textilkette ganz unten steht, hat am wenigsten Chancen an den positiven Entwicklungen der letzten Jahre teilzuhaben. Die Pestizide, die wegen der Resistenzen der Pflanzen immer wieder neu auf den Markt kommen, machen die Bauern arm. Eine ausweglose Situation, die die Selbstmordrate immer weiter nach oben treibt.

Dienstag, 24. April 2007

Vom Lachs zum Baum

Beim Durchblättern verschiedener Zeitungen bin ich auf einen Artikel über den Lachsfang in Alaska gestossen (Migros-Magazin 17 vom 23. April 2007, Seite 71). Clifford Phillips, ein 87 Jahre alter Seemann, versichtert darin: „Wir fischen rücksichtsvoll, deshalb wird es in Alaska noch lange Lachse geben.“ Nun, was hat dies mit Nachhaltigkeit zu tun? Klar, wir werden bis in alle Nachhaltigkeit Lachstoast essen können… Aber nein, das ist nicht der springende Punkt. Der Lachs hat nämlich etwas mit den Bäumen zu tun.
Wildlachse legen Tausende Meilen im Pazifik zurück, um ihre Laichplätze in den Flüssen aufzusuchen. Von der bereits hinter ihnen liegenden Reise sind die Tiere erschöpft und deshalb leichte Beute für die Braunbären, denen sie wiederum als Nahrung dienen. Haben die Braunbären die Fische gefangen, ziehen sie sich zurück um sie zu verspeisen. Nach der Beendigung ihres Mahls lassen die Bären die Fischreste auf dem Boden liegen. Die Reste sind nicht etwa lästiger, stinkender Abfall, sondern der beste Dünger für die Bäume, welche dort wachsen. Kaum zu glauben, dass der kontrollierte Lachsfang in Alaska nicht nur auf die Erhaltung der Braunbären, sondern auch auf den Fortbestand der dortigen Wälder einwirkt!
Das so genannte MSC (Marine Stewardship Council) engagiert sich für bestandserhaltenden Fischfang und den Schutz der Fischgründe mittels schonender Fangtechnik, festgelegter Fangquoten und Schonzeiten. Das verliehene blaue MSC-Siegel entspricht den Richtlinien der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation. MSC hilft die Existenz von Berufsfischern und deren Familien zu sichern. Der Ökologie, der Ökonomie und dem Sozialwesen werden dabei aus meiner Sicht Rechnung getragen.

Der oben erwähnte Artikel aus dem Migros-Magazin stellt ein Beispiel für thematisierte Nachhaltigkeit in den Zeitungen dar. Im Bezug auf die Nachhaltigkeit in Südamerika habe ich in den Zeitungen der letzten Tage keine Informationen gefunden. Via Fernsehen habe ich mich nicht informiert, da wir keinen TV-Anschluss zuhause haben. Immerhin ein Stromfresser weniger… und das ist doch nachhaltig.

Ruth Frick, LG04D




Der VCS veröffentlicht Liste mit „umweltfreundlichsten Autos“
In der NZZ bin ich auf einen Artikel gestossen, der Bezug nimmt, auf die vom VCS veröffentlichte Liste mit den umweltfreundlichsten Autos. Diese Auto-Umweltliste 2007 umfasst 500 Fahrzeuge aller Marken und Klassen. Sie soll in der angeheizten Diskussion um Russpartikel und CO2 Ausstoss eine Orientierung beim Autokauf bieten.
An der Spitze der Liste stehen zwei japanische Hybrid Autos, die wahlweise mit Elektromotor aber auch mit Benzin betrieben werden können. Gefolgte werden diese zwei Mittelklassautos von Kleinwagen wie dem Peugeot 107 1.0i und dem Citroën C1 1.0i.
Die Präsidentin des VCS kritisiert diese Liste an einer Medienkonferenz. Ihrer Meinung nach wird die Umweltfreundlichkeit rein auf den CO2 Ausstoss reduziert. Die NZZ argumentiert jedoch dagegen, da eine Vielzahl von Faktoren berücksichtigt worden seien. Wie zum Beispiel neben CO2 auch Partikel, NOx, HC und kanzerogene Stoffe. Ausserdem sei diese Liste vom Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg mit Fachleuten entwickelt worden und mehrfach überarbeitet und aktualisiert.
Auch Autos mit Bio-Treibstoffen sind mangels Tankstellen in einer separaten Liste aufgeführt. Der Verkehrsclub warnt jedoch davor „Bio“ mit „Öko“ gleichzusetzen. Entscheidend sei nämlich die Nachhaltigkeit, die etwa bei einer Unmenge von Wasser benötigenden Produktion von Bio-Treibstoffen im Ausland fragwürdig sei.

Mit dem Entschluss der EU den CO2 Ausstoss zu reduzieren, wurde ein erster Schritt Richtung Umweltbewusstsein unternommen. Die Autoindustrie wird damit gezwungen neue, sparsame Motoren zu entwickeln. Als wichtiger Wirtschaftszweig hat sie jedoch auch einen grossen Machteinfluss. Viele Arbeitsplätze hängen von der Autoindustrie ab und damit nicht zuletzt der Lebensstandart vieler Menschen. In Zukunft müssen neue Technologien und Innovationen in Richtung Umweltbewusstsein führen. Es wird sich also zeigen, ob die Autoindustrie zu ihrem reinen Profitdenken auch mehr zum Schutz der Umwelt beitragen wird. In meinen Augen ist ein erster Schritt schon getan: Die Sensibilisierung der Bevölkerung! …Und sei es durch Listen wie die „Auto-Umweltliste 2007“.

J.Hauser

Montag, 23. April 2007

EngageMent in der Migros


Beim Durchblättern der heutigen Migros-Zeitung bin ich auf ein Inserat, eigentlich eine Werbung, gestossen. Die Migros wirbt darin für Nachhaltigkeit in Indien. Für die Migros ist das ökologische Bewusstsein genauso wichtig wie das soziale Engagement. Migros sagt der ausbeuterischen Kinderarbeit den Kampf an und sorgt dafür, dass die Kinder in die Schule können. Wer also Produkte aus dem EngageMent- Sortiment kauft, unterstützt die Migros K.I.D.S School in Indien. Wenn man in der Zeitung dann weiterblättert, stösst man auf eine Beilage die sich "Schaufenster Engagement - weltweit engagiert" nennt. Zuerst wird über das Projekt "aus der Region-für die Region" informiert, welches meiner Meinung nach viel mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Man unterstützt beim Kauf dieser Produkte die regionale Landwirtschaft, ermöglicht diesen Menschen eine Existenz und sorgt dafür, dass die Lebensmittel keine langen Wege bis in den Laden hinter sich bringen müssen. Die Migros stellt in dieser Beilage noch andere Projekte vor, so zum Beispiel EngageMent FSC. Die Migros verkauft Teigroller und Pfefermühlen, welche aus FSC-Holz hergestellt werden. Das Holz stammt zum grössten Teil aus Osteuropa. Durch das Lesen dieses Artikels habe ich gemerkt, dass Migros EngageMent viele wichtige Labels unterstützt: Max Havelaar, Eco-Baumwolle, FSC, Bio, Helvetas, IP-Suisse, etc. Ich bin der Meinung, dass die Migros viel zur Nachhaltigkeit beiträgt, vielen Leuten dies jedoch gar nicht bewusst ist. Ich werde in Zukunft vermehrt darauf achten, EngageMent - Produkte zu kaufen, auch wenn die vielleicht teurer sind.


In Bezug auf unser Blogthema denke ich, dass viele Länder in Südamerika genauso ein EngageMent nötig hätten, z. B. die Errichtung einer Migros Schule, welche mit derjenigen in Indien vergleichbar wäre. Ich denke, dass es in Südamerika viel Kinderarbeit gibt und mit solchen Projekten kann etwas dagegen unternommen werden. Zuerst ist es vielleicht nur eine Schule, ein Tropfen auf dem heissen Stein, doch ich glaube, dass so ein Projekt viel Aufmerksamkeit auf sich lenkt und auch andere Investoren dazu bringt, sich aktiv zu beteiligen. Dies wäre meiner Meinung nach wünschenswert. Die Migros verdient Anerkennung für ihr EngageMent und auch die Unterstützung von uns Konsumenten...