Mittwoch, 18. April 2007

Abfalltrennung

Der Glas-, Pet-, und Metallabfall stapelt sich in unserer Wohnung. Dringend sollte ich diese Abfälle zur Sammelstelle bringen. „Wieso trenne ich den Abfall überhaupt? Das schafft nur Arbeit“, denke ich zugegebenermassen manchmal genervt. Und trotzdem weiss ich, dass es sich lohnt. Die sorgfältige Trennung und Wiederverwertung des Abfalls ist aus meiner Sicht ein positives Element nachhaltiger Entwicklung, das ich im Alltag umsetzen kann.
Um gerade beim Abfall zu bleiben: In zwei Wochen findet in der Region Werdenberg die WUP (Werdenberger Umwelt Putzete) statt. Bürgerinnen und Bürger sammeln den herumliegenden Abfall in ihren Gemeinden ein. Natürlich freiwillig. Auch dies ist ein positives Element nachhaltiger Entwicklung in meinem Umfeld. Aber ob ich mitmachen werde, weiss ich ehrlich gesagt noch nicht. Schliesslich habe nicht ich den Abfall liegengelassen! Es ist offensichtlich, dass nachhaltige Entwicklung in meinem Umfeld nur möglich ist, wenn ich Zeit und Engagement darin investiere. Die entscheidende Frage ist wohl: „Bin ich bereit mich dafür einzusetzen?“
Als Gruppenblogthema haben wir die Nachhaltige Entwicklung in Südamerika ausgewählt. In Südamerika sieht die allgemeine Lage, was nachhaltige Zukunft anbelangt, gewiss anders aus als in der Schweiz. In meinem Alltag kann ich darauf achten, welche Produkte aus Südamerika ich kaufe und ob ich einen fairen Preis dafür zahle. Oder ich kann ein Kind, beispielsweise in Kolumbien, durch eine so genannte Patenschaft finanziell unterstützen und ihm eine Schulbildung ermöglichen. Aber erneut widerhallt in meinem Kopf die Frage: „Bin ich bereit, das zu tun?“

Ruth Frick, LG04D

5 Kommentare:

Vera hat gesagt…

Das Abfallsortierproblem kenne ich. Nur leider mache ich es nicht so strikt wie du. Ich habe es mir jedoch fest vorgenommen und versuche, mich auch daran zu halten.
Das WUP-Projekt finde ich super! Das gibt es in meiner Gemeinde oder REgion nicht. Dabei ist es so einfach und würde erst noch Spass machen, da man Leute trifft und an der "frischen" Luft ist. Ob ich bereit wäre, gerade in der momentan ziemlich stressigen Zeit Abfall zu entsorgen, den irgendwelche Idioten liegengelassen haben, weiss ich nicht. Wahrscheinlich eher nein. Die "momentan stressige Zeit" ist jedoch mehr eine Ausrede. Hätte ich denn überhaupt jemals für so etwas Zeit? Irgendetwas steht doch immer an. Da geht es mir wirklich ganz ähnlich wie dir. Eine Partnerschaft hingegen würde ich wirklich sehr gerne übernehmen, weil ich dann relativ konkret jemandem helfen kann. Trotzdem habe ich bis jetzt noch nicht das Geld und auch die geeignete Firma dafür gefunden. Bei den meisten zahlt man ja doch noch relativ viel für den administrativen Aufwand.
Dein Eintrag finde ich super! Vor allem die Fragen regen zum Nachdenken an. Kompliment!

ludok hat gesagt…

Du hast Recht, das Abfallproblem ist wirklich akut in unserer Gesellschaft. Ich gehöre wie du auch denjenigen, welche den Abfall so gut wir möglich trennen. Das kommt nicht von nirgendwo. Den Anstoss gaben mir meine Eltern, indem sie sich stets vorbildlich verhielten und mich immer wieder darauf hinwiesen, wenn ich wieder etwas einfach in den Allgemeinmüll schmiss. Ich denke nicht, dass die Kinder heutzutage der Umwelt nicht Sorge tragen möchten, sondern dass sie es einfach nicht kennen. Schaut man, wieviel Zeit sich teils Eltern für ihre Kinder nehmen, verwundert es nicht, dass sie in Sachen Abfalltrennung nicht oder zu wenig informiert werden.

Daniel Koller LG C 04

rena hat gesagt…

Auch ich bin zugegebenermassen nicht immer so konsequent in der Abfalltrennung. Dafür habe ich immerhin mal an einem WUP-Tag mitgemacht. Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass es eine wirklich tolle Sache ist. Das die nachhaltige Entwicklung in Südamerik anders aussieht ist sicher. Obwohl es sehr wichtig wäre, nachhaltig zu denken, haben sie wohl andere Probleme zu lösen. Das mit der Patenschaft ist immerhin ein Tropfen auf den heissen Stein und empfehlenswert!
Darina Hanimann, LGD04

Anonym hat gesagt…

Ich weiss, Abfalltrennung ist für die Meisten absolut lästig (auch mir). Aber ehrlich gesagt, haben wir in der Schweiz eine gute und auch leistbare Lösung gefunden. Die Deutschen trennen ja noch viel mehr. Sogar in der Öffentlichkeit und haben eine Abfallpolizei. Dagegen sind die Amerikaner richtige Schweine. Für die ist Abfalltrennung ein Fremdwort. In den meisten Gebieten gibt es nicht eimal eine Abfallsammelstelle. Sie werfen den Müll einfach in ein Erdloch.

nafa hat gesagt…

Mir geht es oft genau gleich: Wenn sich die gesammelten Dosen und Flaschen türmen und man sie dringend entsorgen sollte, denke ich oft dasselbe wie du. Trotzdem schleppen wir die Dosen und Flaschen zu einer Sammelstelle - und das alles für die Umwelt. Wenn man jedoch genau überlegt: Eigentlich ist es ja keine allzu aufwendige Sache, denn Sammelstellen gibt es überall. Wir wenden oft für andere unsinnigere Dinge mehr Zeit auf :)
Nadine Fäh LGD04