Fokus Kind
- Kindgemässheit: Da wir das Thema für eine Mittelstufenklasse erarbeitet haben, ist es äusserst kindgemäss. In diesem Alter werden die Kinder oft mit dem Thema Markenkleider konfrontiert und geraten auch unter den Gruppenzwang. Ausserdem können die Kinder anhand von praktischen Beispielen (z.B. die Modenschau, Etikettenprüfung, etc.) dieses Thema erarbeiten.
- Lebensnähe: Das Thema Markenkleider ist für uns alle lebensnah. Wir werden tagtäglich damit konfrontiert, auch die Kinder. Oftmals haben schon kleine Kinder Markenklamotten an; es ist ihnen jedoch noch nicht so bewusst. Doch je älter die Kinder werden, desto mehr werden sie auf die Kleider der anderen achten.
- Gegenwartsbezug und Zukunftsbedeutung: Gerade in der heutigen Zeit spielen Markenklamotten eine grosse Rolle. Wer eine bestimmte Marke trägt, signalisiert eine Gruppenzugehörigkeit. Wir befürchten, dass die Bedeutung in Zukunft noch grösser werden wird.
Fokus Sache:
- Sachgemässheit: Bei diesem Thema wird vor allem die Bereiche Räume und Zeiten, Technik und Individuum und Gemeinschaft angesprochen. Unserer Meinung nach hat dieses Thema eine grosse Bedeutung im MuU-Bereich, gerade auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit.
- Multiperspektivität: Das Thema kann aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden. Auf der einen Seite stehen wir als Konsumenten, auf der anderen Seite die Arbeiter, welche unsere Kleider produzieren. Dazwischen steht die Fabrik oder eben auch die Marke. Diese verfolgt natürlich auch klare Ziele.
- Vernetzung: Auch der Aspekt der Vernetzung ist gegeben. Wenn wir als Konsumenten die Markenkleider nicht kaufen würden, dann würden die Firmen und Fabriken keinen Umsatz mehr machen und hätten auch keinen Grund, die Klamotten weiterzuproduzieren. Dadurch würde die Kinderarbeit zurückgehen, jedoch würden auch viele andere Leute ihren Arbeitsplatz und damit ihr Einkommen verlieren.
- Wert- und Sinnorientierung: Als Lehrpersonen werden wir uns bei der Erarbeitung dieses Themas auf verschiedene Werte konzentrieren. Zum einen wäre da der Wert Gerechtigkeit (Kinder sollen nicht arbeiten müssen), aber auch die Wertschätzung (an den Produkten die wir kaufen, den Leuten, die sie herstellen).
Fokus Lernen:
- Exemplarizität: Das Thema Markenkleider ist nur ein Beispiel für Kinderarbeit, fair produzierte Produkte oder ähnliches. So wird auf die verschiedenen Labels eingegangen, welche auch Lebensmittel, etc. anbieten. So gesehen sind die Kleider ein Beispiel für die Labels und deren Werte.
- Problemorientierung / exploratives Lernen: Wir denken, dass das Thema ein reales Problem ist. Wie bereits erwähnt werden Kinder heute immer früher mit Markenkleidern und den daraus resultierenden Problemen konfrontiert. Es wird auch klar auf den Gruppendruck hingewiesen und erarbeitet, warum die Kinder so handeln. So gesehen wird ein Problem zwar vermutlich nicht gelöst, aber Strategien zur Minderung werden erarbeitet.
- Handlungsorientierung: Die Kinder bekommen die Möglichkeit, selbst zu arbeiten, z.B. bei Computerrecherchen, dem Anschauen der Etiketten, etc. Sie führen auch selbst eine Modenschau durch.
- Originale Begegnung: Natürlich kann man nicht in ein Land reisen, in welchem die Markenkleider hergestellt werden. Doch die originale Begegnung ist möglich, wenn die Kleider angeschaut werden, die Kinder Markenkleider mit Discountkleidern vergleichen, etc.
- Prozess- und Erlebnisorientierung: Der Einstieg beginnt mit einem Flash durch die Geschichte der Kleider. Danach werden langsam die Grundlagen der Herstellung erarbeitet. Dann folgen verschiedene soziale Themen (Kinderarbeit, Lohn der Arbeiter, etc.). Ziel ist es, die Kinder für die Kleiderlabels zu sensibilisieren und ihnen auch zu zeigen, wie wenig Geld die Arbeiter bekommen, obwohl wir soviel für die Markenkleider bezahlen. So steht der Prozess der Kinder im Zentrum.
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