Mittwoch, 2. Mai 2007

Achtsame Ernährung

Zu dem Thema „Achtsam wahrnehmen“ kommt mir meine Ernährung in den Sinn. Seit langer Zeit achte ich bewusst auf meine Ernährung. Damit meine ich, dass ich mir Gedanken über die Herkunft unserer Lebensmittel mache. Vor allem die Fleischskandale der letzten Jahre haben mich dazu animiert, die Produkte genauer unter die Lupe zu nehmen. Da ich Vegetarierin bin, esse ich kein Fleisch. Nicht nur weil es mir einfach nicht schmeckt, sondern auch, weil ich mit den Aufzucht- und Schlachtmethoden nicht einverstanden bin. Dass es Käfighaltung und Massenproduktion bei den Tieren immer noch gibt, finde ich ein Verbrechen! Vor allem den qualvollen Transport von lebendigen Tieren kann ich ethisch nicht vertreten. Doch mit dem Verzicht auf Fleisch ist es noch lange nicht getan. Ich verzichte auf Gelatine, da diese aus Tierknochenmehl besteht und bevorzuge dafür pflanzliche Gelatine wie Agar-Agar. Auch ziehe ich die pflanzlichen Fette den tierischen vor. Am liebsten koche ich selber und verzichte auf Fertigprodukte, denn dann weiss ich, was wirklich drin ist.

Auch Südamerika hat eine grosse Rindfleischproduktion. Gerade Argentinien ist einer der bekanntesten Rindfleischlieferanten. Kann man nur hoffen, dass diese Rinder einige glückliche Tage erleben, bevor sie auf unseren Tellern landen.

3 Kommentare:

Rebi B. hat gesagt…

Ich finde es auch immer wieder abscheuend, wenn ich sehe, wie die Tiere transportiert werden und anschliessend beim Schlachter landen. Vor kurzer Zeit habe ich im TV eine Doku über Tiertransporte gesehen. Ich stand den Tränen wirklich nahe und möchte hier auch nicht erwähnen, was ich da für Bilder gesehen habe - fürchterlich!! In solchen Momenten denke ich oft: "so, ab jetzt esse ich nie mehr Fleisch". Doch wenn es im Sommer wieder so fein nach Grilladen schmeckt, kann ich halt nicht verzichten. Ich darf aber während des Essens nicht daran denken, dass dies einmal lebendige Tiere waren - sonst kann ichs auch nicht mehr essen. Ich glabe halt aber, dass wir uns daran gewöhnen müssen, dass einige Tiere nun einmal Nutztiere sind, dessen Fleisch wir auch gebrauchen bzw. deren Nährstoffe, die darin enthalten sind.

Maudi hat gesagt…

Die Herkunft vieler Lebensmittel ist wirklich zu beachten. Es ist paradox, dass zum Beispiel Spargeln aus der Schweiz bei uns teurer sind als Spargeln aus einem anderen Land.
Ich finde es bewundernswert, dass du so konsequent auf Fleisch verzichtest. Vom mir kann ich das nicht behaupten. Ich esse zwar eher wenig Fleisch, aber ganz verzichte ich darauf nicht.
Auf Fertigprodukte verzichte ich auch nicht immer, aber ich muss dir recht geben, dass man kaum je wirklich wissen wird, was da alles drin steckt. Obwohl alles angeschrieben ist, frage ich mich manchmal, ob die Informationen stimmen. Und bei so vielen Produkten verliert man leicht die Übersicht.
Ruth Frick, LG04D

Sirin hat gesagt…

Ich persönlich verzichte schon seit Jahren konsequent auf Fleisch. Auch ich bin mit den Schlacht- und Aufzuchtmethoden nicht zufrieden. Es tut jedes Mal weh, wenn ich im Fernsehen etwas zur ungerechten Haltung der Tiere sehe. Bei den Produkten achte ich darauf, dass sie keine tierischen Fette enthalten, aber sonst muss ich ehrlich zugeben, dass ich weniger auf die Herkunft der Produkte achte. Bis jetzt ist es mir auch nicht gelungen, auf Fertigprodukte zu verzichten. Ich muss dir recht geben, dass man nie genau weiss, was in diesen Produkten drin ist, aber manchmal fehlt einem einfach die Zeit oder man denkt sich, die Zeit nicht mit Kochen zu verbringen.
Ich will mir vornehmen, achtsamer auf die Herkunft der Produkte zu achten