Im Verlaufe der letzten Tage, habe ich mir den Satz „Achtsam wahrnehmen und achtsam sein“ immer wieder ins Gedächtnis gerufen. Dabei habe ich positiven Dinge aber auch negative Verhaltensweisen von mir entdeckt.
So gehe ich meist sehr bewusst ins Freie. Gerade bei diesem schönen Wetter, habe ich die Natur sehr intensiv wahrgenommen. Das Zwitschern der Vögel, das Zirpen der Grillen oder auch die blühende Pflanzenwelt. Für mich ist dieses bewusste Wahrnehmen eine Kraftquelle im hektischen Alltag. Auch der Versuchung kurze Strecken gemütlich im Auto zurückzulegen, konnte ich die letzten Tage einige male widerstehen, worauf ich sehr stolz bin.
Ein paar Dinge sind mir jedoch auch aufgefallen, die ich ohne grosse Bemühungen ändern könnte. So habe ich mich beispielsweise dabei ertappt, den Kühlschrank länger als nötig geöffnet zu haben oder ich hätte den Wasserhahnen schon längst abstellen können, anstatt ihn einfach weiter laufen zu lassen.
Andere Dinge sind nur längerfristig zu ändern. Ich habe mich so plötzlich gefragt, woher wohl das Holz meiner Möbel stammt? Klar ist, dass ich die Möble nicht einfach zum Fenster hinaus werfen werde, aber vielleicht überlege ich mir beim nächsten Kauf, ob ich doch lieber etwas mehr für nachhaltig angebautes Holz ausgeben werde.
Gerade der zuletzt angesprochene Punkt nimmt Bezug zu Südamerika. Tagtäglich fallen tausende von Bäumen in den Tropenwäldern Südamerikas der Industrie zum Opfer. Nachhaltigkeit ist dabei ein Fremdwort. Mit dem bewussten Einkauf von Holz bzw. Möbeln oder auch Papier, kann jeder von uns einen kleinen Beitrag zum Schutz der Tropenwälder in Südamerika leisten.
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3 Kommentare:
Ja, ja, von wegen Achtsamkeit. Jeden Tag mit dem Auto in die Schule fahren und dann noch scheinheilig was von „Achtsamkeit“ im Alltag schwaffeln. Das ist, mit Verlaub, heuchlerisch. Schön, dass du wenigstens der Versuchung kurze Strecken „gemütlich mit dem Auto“ zurückzulegen, widerstehen konntest. Das ist schon einmal ein Anfang.
Und da fragst du dich noch, von woher das Holz von deinen Möbeln kommt? Wird ja immer besser. Wie wäre es, wenn du dich mal fragen würdest, von wo das Benzin kommt, mit dem du so „achtsam“ umgehst? Das wäre doch einmal eine interessante Frage.
Ich bin auch deiner Ansicht, dass wir Menschen uns in dieser Gesellschaft leider zu oft nicht genug Zeit "schenken", um einfach mal auszuspannen, um das wunderbare Ökosystem zu geniessen oder in Ruhe in sich zu kehren. Jeder Mensch braucht doch Zeit für sich selbst, um seine Batterien nach einer anstrengenden Zeit wieder aufzutanken.
Dies ist einerseits verständlich, sind wir doch in diesem Mainstream teilweise "gefangen".
Auf der anderen Seite ist es eine sehr negative Entwicklung. Wohin führt dies denn, wenn wir natürliche Grund- und Werthaltungen nicht mehr pflegen und missachten?
Auch ich bin der Meinung, dass wir sehr vielen Dingen einfach zu wenig Beachtung schenken. Wir wollen immer mehr und mehr und mehr..... Doch scheint das, was wir brauchen und das, was uns glücklich machen kann, oft so nah. Es braucht nur etwas Zeit. Zeit sich zu erholen, Zeit um unsere Umwelt zu geniessen, Zeit um in den Wald zu gehen, Zeit ein Gespräch anzufangen, Zeit das Auto stehen zu lassen und zu Fuss zu gehen oder das Fahrrad zu satteln. Achten wir darauf, dass wir uns Zeit nehmen. Denn Zeit hat jeder und jede gleich viel von uns-man muss sie sich nur nehmen!
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