
Mmmmhh… Schokolade darf nicht fehlen in meinem Alltag! Ich habe mir überlegt, was es wohl alles für die Herstellung dieser leckeren Masse braucht:
Der wichtigste Rohstoff für Schokolade ist die Kakaobohne. Die Bohnen werden zum grössten Teil an der Elfenbeinküste und in Teilen Südamerikas angebaut. Sie sind teil der Kakaofrucht, die am Stamm oder an dickeren Ästen des Kakaobaumes gedeiht. Der Baum muss gepflanzt, die Frucht geerntet und die Bohnen schliesslich aus der Frucht gewonnen werden. Dazu wird die Frucht vom Baum gedreht, mit dem Messer halbiert und die Bohnen werden mit dem Fruchtfleisch herausgenommen. Anschliessend müssen die Bohnen an der Sonne geröstet werden. Die gerösteten Kakaobohnen werden von den Bauern an so genannte Zwischenhändler verkauft. Diese verkaufen die Bohnen dann weiter, z.B. an die renommierte Firma Felchlin in der Schweiz. Felchlin macht aus den gekauften Edelkakaobohnen die so genannte „Grand Cru“ Couverture, die wiederum von Schokoladeherstellern, z.B. von der Firma Lindt & Sprüngli, gekauft und anhand unterschiedlicher Rezepturen zu vielfältigen Endprodukten (Tafelschokolade, Truffes, Osterhasen…) verarbeitet wird. Schlussendlich steure ich in einen Laden und kaufe mir die Schokolade, die mir am besten schmeckt.
Ganz schön viele Stationen, bis die Schokolade zu mir gelangt. Und dabei habe ich die Verpackung nicht einmal erwähnt!
Ob alle Leute genug an ihrer Arbeit mit der Schokolade verdienen? Ich weiss es nicht. Es gibt bestimmt auch Fair Trade Schokolade, aber ob die auch so gut schmeckt? Ist sicher einen Versuch wert…
Ruth Frick, LG04D
Bildquelle: http://www.felchlin.com/d/inhalte/2003/celebration/verarbeitung.html
4 Kommentare:
Ohne Schokolade wäre das Leben nur halb so süss, gäll?!
Doch was alles dahinter steckt, bis die feine Schoggi schön verpackt vor mir liegt, braucht es so einige Schritte. Kaum vorstellbar, wie viele Stationen nur schon die Kakaobohnen durchlaufen. Und wer daran wirklich verdient, das bleibt im Verborgenen...
Schlimm ist vor allem, dass die Leute, die Kakaobohnen pflanzen und pflegen meist noch nie Schokolade gegessen haben!
Ich esse jeden Tag Schokolade, dabei habe ich mir aber noch nie überlegt, woher die Tafel ihren Ursprung haben könnte. Ich finde es daher interessant, wie du den Weg der "Schokolade" und deren Vernetzungen aufzeigt.
Die Frage, wer damit am meisten verdient, drängt sich nicht nur bei der Schokolade sondern bei allen imporiterten Produkten auf, die ihren Ursrpung in einem Drittweltland haben. Also wie du schreibst, ist es sicherlich einen Versuch wert, auf fair-trade Produkte umzusteigen...
Gut aufgepasst beim Film liebe Ruth. Muss ich absolut zugeben. Mich hat der Film auch beeindruckt. Vor allem, weil ich zuvor absolut keine Ahnung von Schockolade hatte. Ausser natürlich, dass sie gut schmeckt und es sie in verschiedensten Arten gibt. Die Frage mit dem Verdienst habe ich mir übrigens auch gestellt. Auch, was die Schikolade kosten würde, wenn alle daran beteiligten den gleichen Lohn wie wir hätten. Vermutlich etwa 100 Franken. Ich weiss es nicht. Auf jeden Fall nichts für eine Studikasse.
Ich finde eure Diskussion über Schokolade sehr spannend. Ich möchte auf den Preis von 100Franken pro Schokolade noch eingehen. Ich habe bei einer Info der Cleanclothes-campagne (oder so ähnlich.. setzt sich für fair produzierte Kleider ein) erfahren ,dass ein Preisaufschlag von etwa 20RAPPEN!!! die Löhne absolut vertretbar machen würden. Jetzt kommt aber noch das aber: dieser Preisaufschlag von 20Rappen muss natürlich auch vollumfänglich bei den Arbeitnehmern landen und nicht irgendwo versickern!! Dies zu gewährleisten ist aber sehr schwierig.
Ich nehme also an, dass ein Preisaufschlag von etwa 20Rappen auch bei einer Schokolade zu wirklich fairen Preisen führen würde.
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