Montag, 14. Mai 2007

Motivation für Nachhaltigkeit

Die Motivation nachhaltig zu handeln und zu leben, sollte uns eigentlich jeder Moment unseres Lebens geben. Wenn ich das Fenster morgens öffne, blicke ich auf Berge, grüne Wiesen, Wälder, Blumen oder ich sehe sogar einen Vogel vorbei fliegen. Allen gemeinsam ist, dass sie eine gesunde Lebensgrundlage brauchen, um existieren zu können. Würden wir Menschen ihnen diese Grundlage nehmen und zerstören, würde sich auch unsere Leben schlagartig ändern. Alles was ich jeden Moment mit meinen Sinnen wahrnehme und geniesse braucht eine lebenswerte Grundlage. Diese Gedanken sollten Motivation genug sein, um nachhaltig zu handeln. Warum tun wir oder ich es aber viel zu wenig? Meine Antwort darauf ist, dass wir viel zu beschäftigt sind mit tausend Dingen, die uns von Schule, Studium, Beruf oder auch der Freizeit auferlegt werden. Durch den ständigen Zeitdruck geniesse ich alle möglichen Dinge, die mir helfen, oder vielleicht auch nur vortäuschen, Zeit zurück zu gewinnen. Meine eigene Bequemlichkeit oder einfach nur der Wunsch nach „abschalten und in Ruhe gelassen zu werden“, ist oft grösser als das Bewusstsein jeden Moment wahrzunehmen und so zu gestalten, dass Generationen nach mir, noch in den selben Genuss kommen können wie ich heute.

Was unser Blockthema Südamerika betrifft, dürfen wir nicht vergessen, dass in den meist armen Ländern nicht einmal die Grundbedürfnisse wie Nahrung oder frisches Wasser gewährleistet sind. Die rasant anwachsende Bevölkerung will und muss ernährt werden. Wer die Bedürfnispyramide von Maslow kennt, der kann vielleicht auch nachvollziehen, wie viele Bedürfnisse der Mensch befriedigt haben muss, bevor er an Selbstverwirklichung denkt. Ähnlich sieht es meiner Meinung nach mit der Nachhaltigkeit aus: Erst wenn die Grundbedürfnisse befriedigt sind, kann über Nachhaltigkeit nachgedacht und gehandelt werden. Vielleicht müssen wir auch diesen Aspekt mit einbeziehen, bevor wir andere Länder vorschnell verurteilen, weil sie zum Beispiel nicht an den Schutz ihres Regenwaldes denken!

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich denke auch, dass viele Menschen im Ausland zwar gerne nachhaltig leben würden, ihre Lebenssituation es ihnen aber nicht erlaubt. Viele Menschen können gar nicht denken, wie unsere Erde in 30 Jahren aussehen wird, da sie nicht mal wissen, ob sie morgen zu Essen haben werden. Dann kann ich es natürlich gut nachvollziehen, dass sie manchmal so handeln, weil sie gezwungen sind, um zu überleben.

Anonym hat gesagt…

Für mich ist auch wichtig, dass man etwas Entscheidendes nicht vergisst: Viele Menschen dieser Welt wissen es gar nicht besser. Wenn du nicht lesen kannst, einfache biologischen und chemische Vorgänge nicht kennst und sie dir auch niemand beibringt, wie willst du dann wissen, was die Klimaerwämung ist? Ja ich weiss, die Amis können lesen und wissen sollten sie es eigentlich auch. Doch sie leben auf einer Insel. Die wenigsten Amerikaner haben überhaupt einen eigenen Pass und noch weniger sind jemals ins Ausland gereist. Es entschuldigte sie nicht, aber man kann versuchen ihr Handeln nachzuvollziehen.

Maudi hat gesagt…

Du bringst etwas wirklich sehr Wichtiges auf den Punkt!
In vielen Teilen der Erde ist nicht einmal die Grundversorgung gewährleistet, wer wagt es also, diesen Staaten etwas vorzuwerfen?
Und zu uns: Die Hektik des Alltags holt uns schnell ein und lässt nicht viel Zeit für nachhaltige Gedanken. Zeit - ein sehr kostbares Gut. Ob sie wohl, wenn wir zu wenig davon haben, schlimme Folgen mit sich bringt?
Ruth Frick, LG04D