In meiner Freizeit halte ich mich sehr gerne in der Natur auf. Jedes Mal staune ich auf’s Neue über die gewaltige Schöpfung, die sich mir präsentiert. Während Pfingsten habe ich mich mit den Fragen zum Wochenimpuls auseinandergesetzt, wenn auch nicht stillsitzend, sondern auf acht Rädern, beim Rollerbladen. Die folgenden Gedanken haben mich dabei beschäftigt:
Wie schön doch das Wetter ist. Es ist herrlich warm. Alles ist so schön grün. Was ist das für ein Feld hier?
Ich kann mich nicht entspannen, ich muss an den Post denken, den ich noch schreiben muss.
Was das für ein Feld ist? Ah, Kartoffeln. Wie gut, dass die hier angebaut werden. Was wären wir nur ohne die Bauern!
Ich kann mich nicht entspannen, ich muss an den Post denken, den ich noch schreiben muss.
Wir haben die Bauern wirklich nötig. Wo sollen wir denn sonst Produkte wie Früchte, Gemüse, Milch, Eier und Fleisch, welche die Grundlage für viele weitere Lebensmittel bilden, herbekommen? Wie ich weiterfahre, erheben sich plötzlich vor mir die Kreuzberge in majestätischer Pracht. Wie eindrucksvoll!
Nur kann ich mich nicht entspannen, denn ich muss an den Post denken, den ich noch schreiben muss. Wenn ich gerade schon dabei bin: Es bedeutet mir viel, dass ich Teil dieser grossen Natur bin. Sie bietet Nahrung, Schutz, unendliche Vielfalt - einfach zum Geniessen, aber sie birgt auch Gefahren. Wie ist sie mir doch fremd! So würde ich zum Beispiel keine Woche alleine in der Wildnis überleben. Trotzdem fühle ich mich mit ihr verbunden. Sie zeugt von etwas Grösserem, etwas, das meinen Verstand übersteigt.
Meine Gedanken brechen ab. Ich muss wieder an den Post denken, den ich noch schreiben muss. Und das an Pfingsten. Bevor ich's vergesse, ich brauche noch einen Bezug zu unserem Gruppenblogthema. Und das wäre?
Die Kartoffeln, die Bauern, die Kreuzberge… nichts davon verbindet meine Gedanken mit Südamerika. Klar, die Natur ist auch in Südamerika schützenswert, aber ich kann nicht behaupten, dass mir dies erst durch die Auseinandersetzung mit diesem Wochenimpuls aufgegangen ist.
Nun, das ist der Post, den ich noch schreiben musste.
Ruth Frick, LG04D
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
3 Kommentare:
Du sprichst mir aus dem Herzen. Wie ist es möglich, sich zu entspannen, die Natur zu geniessen und still wahrzunehmen, wenn man einen Post im Hinterkopf hat? Ich denke, es ist nicht möglich zu geniessen und gleichzeitig aufzuschreiben, was man alles wahrnimmt. Ausser man geniesst das Schreiben mehr als das ruhige Wahrnehmen in der Natur. Für mich gehört Schreiben jedoch eher zu Stressgefühlen als zur Entspannung.
Na ja, jetzt werde ich zum nächsten Kommentar stressen.
Carmen Guntli LG C04
Ich glaube, auch ich hätte mich nicht entspannen könnnen, wäre mir zu der Zeit meines Naturerlebnisses schon bekannt gewesen, was für einen Post wir schreiben müssen. Glücklicherweise habe ich ihn erst danach gelesen! Und glücklicherweise zum zweiten, habe ich ein Naturerlebnis gehabt, über das ich schreiben konnte.
Ich finde die Blog-Einträge eigentlich eine gute Sache, aber über ein ganzes Semester verteilt, dreht man sich plötzlich einfach im Kreis. Immer wieder kommen ähnliche Themen....und dann der Bezug zum Blogthema...ich glaube es gab noch keinen Eintrag bei dem ich mir ihn nicht aus den Fingern saugen musste. Vielleicht müsste der Auftrag nach dem Motte "weniger ist mehr" umgewandelt werden. Naturerlebnisse sollen schliesslich gut tun und nicht noch zusätzlich stressen!
J. Hauser, 04D
Dieser Post hat Spass gemacht! Das erste Mal, dass ich einen Kommentar mehr schreibe, als ich musss. Juhui!
Kommentar veröffentlichen