Dienstag, 29. Mai 2007

Ich würde meine Berge vermissen....



Leider hatte ich dieses Pfingstwochenende keine Zeit, mich nur in die Natur zu setzen. Am Sonntag war ich jedoch auch draussen, aber nicht in der Ruhe. Ich war am Kreisjugitag als Kampfrichterin eingeteilt. Meine Aufgabe war es, die Zeit zu messen beim Sprint. Ich habe an diesem Wettkampf viele strahlende Kinderaugen gesehen, weil sie viel schneller waren als gewöhnlich, denn der Föhn hat nachgeholfen :) Ein Kind fiel jedoch auch um. Ich habe mir auch die Zeit genommen, die Kinder zu beobachten, wenn sie nichts zu tun hatten. Sie schienen die Zeit zu geniessen, spielten Fussball, turnten auf der Wiese herum und und und. In einer ruhigen Minute nahm ich mein Buch, setzte mich unter einen Baum und genoss die geschäftige Atmosphäre um mich herum. Die Berge schienen so nah, durch den Föhn; ich hatte das Gefühl, das ich mit einem riesigen Sprung direkt auf dem Berggipfel landen könnte. Mein Titel heisst, ich würde die Berge vermissen, und das stimmt. Wenn ich von meinem Zimmerfenster raus blicke sehe ich den Margelkopf, die Kreuzberge, und so weiter. Ich finde, besonders unser Bergpanorama im Werdenberg ist wunderschön. Ohne Berge habe ich keine Orientierung. Als ich in Australien war, habe ich dies gemerkt. Alles war flach und man hatte keine Möglichkeit, sich irgendwie zu orientieren oder auch einmal den Überblick zu gewinnen.
Ich bin ein naturverbundener Mensch, ich finde es zum Beispiel super, in einer Wiese zu liegen und ein Buch zu lesen, mit all den Geräuschen um mich herum, Bienen summen, Vögel zwitschern, etc. Dann fühl ich mich geborgen. Ich mag jedoch auch Gewitter, ich höre gerne den Regen an meine Scheiben plätschern, und und und.... Die Natur ist für mich ein Ort, wo ich Ruhe finden kann oder auch aktiv bin, je nach Lust und Laune. Im Sommer haben wir das Training draussen, wenn die Wiese warm ist, dies geniesse ich jedesmal.


In Bezug auf unser Bloggthema denke ich, dass in Südamerika die Natur oftmals nicht so wahrgenommen wird, denke man an die Abholzung der Regenwälder, etc. Doch denke ich, dass es auch Menschen gibt, die die Natur und ihre Produkte schätzen und ihr Sorge tragen, zum Beispiel die Naturvölker, etc. Diese Naturvölker geben vorallem Sorgen zur Natur, weil sie sie schätzen und dies so kennen, ausserdem würdeen sie sonst ihre Lebensgrundlage zerstören. Ich finde, dass es wichtig ist, dass diese Menschen so leben können, wie sie dies schon seit Jahrhunderten tun, wir müssen dafür sorgen, dass ihr Lebensraum, und auch der vieler Tierarten, in Südamerika erhalten bleibt.

3 Kommentare:

Maudi hat gesagt…

Oh, Manu, mir geht es genau gleich, ich würde die Berge unendlich vermissen! Ich halte mich auch sehr gerne in der Natur auf, allerdings meist, um meine Gedanken zu lüften und nicht um mich mit einem Post für unseren Blog zu beschäftigen. Ich habe das Gefühl, dass es dir ähnlich geht. Ich finde aber, du hast sehr schön beschrieben, was du so liebst an der Natur, schon fast romantisch. Echt gut!
Cool, dass ihr im Sommer draussen trainiert. Ist bestimmt toll, wenn nicht gerade alles voller Maienkäfer ist :).
Eine Frage stellt sich mir an dieser Stelle: Wird die Natur in Südamerika bezüglich der Regenwaldabholzung von den dort lebenden Menschen nicht beachtet oder von uns anderen, die wir doch so an dem Holz interessiert sind?!
Ruth Frick, LG04D

Anonym hat gesagt…

Ich muss zugeben, dass ich die Berge auch ein wenig vermissen würde. Manchmal bin ich zwar nicht so glücklich über unsere Berge, die so schnell die Sonne verdecken. Doch wenn ich mal in einer anderen Gegend ohne Berge bin,dann kommt mir das einfach komisch vor. Aber ich finde auch das Meer toll. Aus diesem Grund hat mir Hawaii so super gut gefallen. Dort berühren die Berge das Meer, was einfach wunderschön ist.

seri hat gesagt…

ja, unsere schönen Berge. In Australien habe ich genau die gleiche Erfahrung gemacht. Es ist eigentlich krass, wie wir uns an so Sachen gewöhnen und fast darauf "angewiesen" sind. Auch mir fehlt ohne Berge etwas. :) Mir fehlt irgendwie die Übersicht, an die ich mich ja von so gewöhnt bin.