Samstag, 12. Mai 2007

Braucht es denn Motivation?


Als ich den Auftrag für den Blog dieser Woche las, stellte sich mir sofort die Frage, ob es denn überhaupt Motivation braucht, um nachhaltig zu handeln. Sollte dies nicht vielmehr automatisch, ohne grosse Überlegungen, passieren? Jeder von uns trägt eine Verantwortung für unseren Planeten, diese sollten wir wahrnehmen, um der Erde willen. Eine Motivation von mir ist bestimmt die Schönheit der Natur, die wir erhalten wollen, auch, damit wir lebensfähig bleiben. Wie sähen denn unsere schönen Wälder aus, wenn überall verrostete Autos, Abfall, vielleicht sogar Tonnen mit Giftmüll herumstehen würden? Dies würde uns wohl kaum zu einem gemütlichen Sonntagsspaziergang einladen. Wenn unsere Wälder nicht mehr so existieren würden, dann würden vermutlich auch viele einheimische Tiere aussterben. Sie würden die giftigen Abfälle fressen oder keinen Lebensraum mehr finden. Ich persönlich finde es schön, am Morgen wenn ich aufwache, die Vögel zwitschern zu hören (und ich wohne nicht wirklich nahe bei einem Wald :)). Es macht mich jeweils gleich ein bisschen fröhlicher und das Aufstehen fällt ein bisschen leichter. Ich finde jedoch, das bei uns in der Schweiz oft schon nachhaltig gehandelt wird, so werden zum Beispiel alte Autos viel früher aus dem Verkehr gezogen wie in anderen Ländern. Als ich in Australien war, habe ich mich oft gefragt, wo hört da das Auto auf und wo beginnt der fahrende Rostfleck. Auch kommt man dort oft an verlassenen Orten vorbei, wo alte Gerätschaften vor sich hin rosten. Dies ist bei uns in der Schweiz nicht der Fall.

Ich finde, in Bezug auf unser Gruppenblogthema, dass in Südamerika vorallem in Bezug auf den Regenwald nachhaltiger gehandelt werden sollte. Der Regenwald wird oftmals abgeholzt ohne über die Folgen nachzudenken, nur der Profit zählt. Wir im Westen können jedoch auch einiges dazu beitragen, zum Beispiel indem wir zertifiziertes Holz kaufen. Denn, wenn man keine Abnehmer mehr findet, sinkt die Nachfrage. Im Regenwald wohnen viele verschiedene Tiere, die immer mehr Lebensraum verlieren und darum aussterben, zum Beispiel die Orang Utans. Diese Tiere sollten jedoch auch das Recht haben, auf unserer Erde zu leben.

Ich bin der Meinung, dass wir uns angewöhnen sollten, nachhaltig zu handeln, so dass dies für uns natürlich ist. Vielleicht ist es für uns zu spät, doch können wir dieses Denken der nächsten Generation weitergeben...

Bildquelle: http://www.users.globalnet.co.uk/~msmith03/route66/rusty_car.jpg

7 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Mir ging es ähnlich wie dir, als ich den Input für den Blogeintrag "Motivation für nachhaltiges Handeln" gelesen habe. Auch ich bin der Meinung, dass es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, im Alltag achtsam mit der Umwelt und den Ressourcen umzugehen. In Hinblick auf unsere zukünftige Tätigkeit als Lehrpersonen denke ich aber, dass es durchaus Sinn macht, sich die eigene Motivation einmal ernsthaft zu überlegen, um damit gezielt den Umweltunterricht vorzubereiten. Erst wenn ich selber weiss, warum ich so oder nicht so handle, kann ich die Kinder dazu ermuntern, in ihrem eigenen Leben Nachhaltigkeit auszuführen und vor allem auch zu begründen.

Das Ziel ist klar: für alle soll nachhaltiges Handeln eine Selbstverständlichkeit sein, so wie es bei dir schon ist.

Paul Quan LG 04/E

rahel hat gesagt…

Natürlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, Nachhaltig zu Handeln. Nur möchte ich hier die Frage anbringen: Wer macht es den wirklich?
Ich denke für unsere westliche Gesellschaft ist das Wort Motivation sehr zutreffend. Wir sind uns gewohnt eine Gegenleistung zu bekommen für etwas das wir machen. Erst dann entsteht ein Anreiz dies wirklich zu tun.
Deshalb finde ich es wichtig, dass besonders wir (die Menscheit) Motiviert wird, dies zu tun. Denn einfach so machen wir das nicht! Oder sehe ich das falsch?

Ines hat gesagt…

Ich fand deine Erwähnung der Tropenwälder interessant. Da ich eine Verfasserin aus dem Blogg der Tropenwälder bin, finde ich dieses Thema spannend. Im Grossen und Ganzen stimme ich dir zu. In den meisten europäischen Ländern werden Waldgesetze heute von der Bevölkerung akzeptiert. Dem war allerdings nicht immer so. Auch bei uns geraten Gesetze, die in erster Linie der Erhaltung des Waldes dienen sollten, von Seiten der Holzwirtschaft und Holzindustrie unter Beschuss, da natürlich jede Auflage den Erlös schmälert.

Brasilien, wie die meisten Länder der Tropen, hat nicht nur den Übergang von der landwirtschaftlichen zur industriellen Gesellschaft noch vor sich, sondern verfügt noch über beträchtliche Flächen, die sogar von Sammlern und Jägern genutzt werden. So nagen dort gegenwärtig gleich zwei Entwicklungsprozesse am Tropenwald, für die wir uns über 2000 Jahre Zeit lassen konnten.

Die Wälder Brasiliens bedecken etwa einen Drittel des Landes. Bis 1960 waren grosse Teile davon noch unberührt. Heute ist Brasilien der grösste Holzexporteur Lateinamerikas. Brasilien fehlt es nicht am Willen, die Wälder des Amazonas zu schützen. Versuche die Waldnutzung gesetzlich zu regeln sind dort seit dem 17. Jahrhundert belegt. Nicht das Gesetz ist jedoch das Problem, sondern dessen Durchsetzung. Gesetzliche Regelungen erfordern Personal und Geld für Rechtssystem, Institutionen, Prozeduren und Kontrollmassnahmen.

Ines Meili 04G

Anonym hat gesagt…

Ich hatte wie du auch Mühe, überhaupt herauszufinden, was die Motivation für nachhaltiges Handeln ist. Grundsätzlich finde ich auch, dass wir es einfach tun sollten, ohne uns zu hintersinnen. Das Problem ist bei mir jedoch oft einfach, dass ich mir gar nicht über mein Konsumverhalten im Klaren bin, was mich auch ziemlich ärgert. Ein kleines Beispiel zur Erklärung: Du kennst bestimmt die Nespresso Kaffeemaschine. Ich fand die wahnsinnig toll und auch den Kaffee find ich absolut lecker. Nun nur das Problem: Die Kapseln sind alle aus Aluminium. Selbst wenn diese recyclet werden können, der Energieverschleiss ist riesig. Die Alu-Verarbeitung braucht einen drittel der ganzen Energie die in der Schweiz verbraucht wird. Man stellt sich das mal vor! Nun da Nestle ein florierendes Unternehmen ist, wird wohl kaum jemand etwas dagegen halten...

Monika Bizozzero LG 04/C

J. Hauser hat gesagt…

Auch ich sehe es so, dass vor allem in unserer westlichen Gesellschaft nachhaltiges Handlen das Ziel sein sollte! Was andere Länder betrifft, wie zum Beispiel Südamerika, müssen wir uns jedoch noch anderer Aspekte bewusst werden. Wenn nicht einmal die Grundbedürfnisse, wie Nahrung oder Sicherheit in einem Land gewährleistet werden können, muss die Nachhaltigkeit eben hinten anstehen. In diesen Ländern sind Verhältnisse, wie sie bei uns herrschen nur Träume. Dort zählt das heute, das morgen muss warten!

Anonym hat gesagt…

Auch ich habe mich auf meinen Reisen im Ausland über die Entsorgung von alten Autos mehr als gewundert. Ich habe mich aber auch immer zugleich aufgeregt, wenn ich an die strengen Vorschriften in der Schweiz nachdachte. Ich konnte es einfach nicht begreifen, dass bei uns schon wegen einem kleinen Rostfleck ein riesiges Trara gemacht wird und im Ausland fahren ganze Rostflecken durch die Gegend. Ich verstehe den Sinn unseres Systems nicht ganz, da viele Autos dann einfach im Ausland weiter benutzt werden, wenn sie unserem Standard nicht mehr genügen.

Stefanie Tiefenauer LG04G hat gesagt…

Ich finde deinen Beitrag sehr interessant. Doch finde ich, dass es schwierig ist, dass es für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit sein kann, nachhaltig zu handeln. Doch ist es unsere Aufgabe, den Kindern weiterzugeben, überhaupt nachhaltig zu handeln oder zuerst einmal beibringen, was das eigentlich ist! So könnten wir es schaffen, dass es für die nächste Generation selbstverständlich wird, nachhaltig zu handeln...