Dienstag, 15. Mai 2007

Prioritäten

Strahlende Sonnenaufgänge. Schneebedeckte Berggipfel. Saftig grüne Wiesen. Tosende Wasserfälle. Tiefblaue Seen. Feuerspeiende Vulkane. Abgelegene Inseln. Üppige Regenwälder. Glühende Sonnenuntergänge. Bunt leuchtende Tiere. Schnelle Raubtiere. Fliegende Tiere. Schwimmende Tiere. Grosse Tiere. Ganz kleine Tiere. Und schliesslich Menschen… Die Liste ist unendlich. All das und vieles mehr motiviert mich, nachhaltig zu handeln.

Nicht in allen Situationen halte ich mir diese Bilder vor Augen.

Wenn ich ein entspannendes Bad nehmen will, tu ich das. Wenn ich ein bestimmtes Kleidungsstück brauche, starte ich einen Waschgang, auch wenn die Trommel nicht ganz gefüllt ist. Wenn ich verreisen will, buche ich auch mal einen Flug. Eigene Interessen stellen sich in meinem Leben vor nachhaltiges Handeln. Oder Bequemlichkeit. Mein Verantwortungsgefühl geht deshalb nicht flöten - ich setze nur die Prioritäten anders (diese Aussage könnte von einem Politiker stammen).
In Südamerika haben sie andere Probleme, als sich über Bio-Nagellack zu unterhalten. In der Agenda 21 wird dies ersichtlich, indem unterschiedliche Massnahmen der nachhaltigen Entwicklung in Schwellen- oder Entwicklungsländern und Industriestaaten gefordert werden. Unsere Probleme finde ich im Vergleich zu Entwicklungsländern zum Teil fast schon lächerlich. Und trotzdem ist es wichtig, auch bei uns Nachhaltigkeit zu pflegen.

Ruth Frick, LG04D

3 Kommentare:

Sirin hat gesagt…

Ich handle auch aus ähnlichen Gründen wie du nicht nachhaltig. Bei mir ist es auch so, dass ich egoistisch handle oder meine Prioritäten anders setze. Aber ich denke auch, dass das menschlich ist und wir nicht immer nachhaltig handeln können. Die familiäre Erziehung trägt meines Erachtens viel dazu bei, ob wir nachhaltig leben oder nicht. Denn wir nehmen unbewusst das mit, was uns vorgelebt oder gezeigt wurde.

Anonym hat gesagt…

Du hast das Thema auf den Punkt gebracht. Dein ehrlicher Bericht fand ich sehr interessant. So handeln doch die meisten Menschen aus Bequemlichkeit - auch wenn es diese nicht zugeben. Ich bin kein Bünzlischweizer, aber wenn ich Gruppen von Jugendlichen auf der Strasse sehe, die (aus Langeweile oder Coolness??) am Randalieren sind und bewusst den Abfall auf die Strasse werfen, kann ich mich schon recht aufregen.

Visuala hat gesagt…

Es stimmt schon. Gründe um nachhaltig zu handeln gäb es zur Genüge. Doch macht man es dann auch wirklich? Es ist doch wirklich viel bequemer kurz ein Shirt für 10.- zu kaufen, weil man für den Abend nichts anzuziehen hat, als ein bestehendes Shirt abzuändern. Der Mensch ist bequem und möchte oft keine grossen Anstrenungen machen um ein bestmöglichstes Endprodukt oder Ziel zu erhalten.