Montag, 7. Mai 2007

Rosige Zeiten

Fast alles in unserem Leben ist vernetzt und hat Auswirkungen. So bin ich beim Durchblättern des Migros- Magazin auf einen Artikel über Max Havelaar gestossen.
Max Havelaar engagiert sich nicht nur für Lebensmittel sondern auch für Blumen. Und da ja bald Muttertag vor der Türe steht, ist das Thema natürlich hoch aktuell!

Denn mit dem Kauf von Max Havelaar Rosen machen wir nicht nur unsere Mamis, sondern auch die Blumenarbeiterinnen und Blumenarbeiter in Ecuador, das ja bekanntlich in Südamerika liegt, glücklich. Als Konsumenten können wir uns entscheiden, welche Produkte wir kaufen wollen. Da ja bekanntlich viele Produkte nicht in der Schweiz, sondern irgendwo in der fernen Welt produziert werden, wissen wir meistens nicht genau, wie diese Produkte entstanden sind. Denn der Preisdruck verleitet viele Firmen, ihre Produkte unter menschenunwürdigen Zuständen möglichst billig zu produzieren. Der Kauf von bestimmten Produkten durch uns Konsumenten ist stark vernetzt mit den Arbeitsbedingungen vor Ort.

Mit dem Kauf von Max Havelaar Rosen unterstützen wir die Blumenarbeiter in Ecuador. Max Havelaar setzt sich in Ecuador für folgende Punkte ein:
-Lebensqualität: Dank der Fair-Trade-Prämie erhalten die Arbeiter regelmässige neue Kleider und Schuhe.
-Weiterbildung: Computerzentrum für die Arbeiter
-Versorgung: die Arbeiter können in einem speziellen Laden Lebensmittel zu einem günstigen Preis einkaufen.
-Ausbildung: Die Arbeiter bekommen eine Ausbildung
-Aufklärung: Mit den Fair-Trade-Prämien werden Kurse zum Thema „Rechte und Pflichten“ veranstaltet.

Es kommt also darauf an, welche Rosen wir unseren Mamis kaufen. Denn mit dem Kauf von einem Max Havelaar Produkt investieren wir nicht nur in das Portemonnaie vom Migros Direktor sondern wir helfen auch den Blumenarbeitern! Wir schenken dann nicht nur eine Rose mit Herz, sondern auch mit Verstand!

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Kristina, ich kann es auch nur bejahen, wenn man beim Kauf von Blumen auf deren Herkunft achtet. Ich habe nämlich mal gehört, dass auf Rosenfarmen zum Teil sehr giftige Substanzen verwendet werden, um Schädlinge von den Rosen fern zu halten. Das Schlimme dabei ist, dass die Frauen, die dort arbeiten aufgrund dieser Pestizide krank werden und es zum Teil zu Fehlgeburten kommt. Dies zu erfahren, schockte mich ziemlich und seit ich das weiss, achte ich immer darauf, wo und welche Blumen ich einkaufe.

Corinne Sutter hat gesagt…

Sali Kristina! Ich finde deinen Blog, welchen ich schon fast als Appell betrachte, sehr passend. Gerade in der Zeit des Schenkens (wobei heute ja dazu fast jeder Anlass genutzt wird)sollte man weggkommen vom Preis-Leistungs-Verhältnis resp. einsehen, dass einige wenige (lachhafte) Rappen gut investiert sehr viel bewirken können. So macht das Schenken nicht nur uns, die ja ohnehin im Überfluss leben, sondern auch denen, die ganz am Anfang der Entstehungskette eines Produktes mitwirken, Freude.

Tatj hat gesagt…

Hallo Kristina. Dein Beitrag mit den Blumen finde ich spannend. Da hast du vollkommen recht, man sollte wirklich darauf achten, welche Blumen man kauft. Wie auch bei den Lebensmitteln finde ich es jedoch oft schwierig, die richtigen auszuwählen. Teilweise gibt es Hinweise, von welchem Land die Produkte kommen oder welche Labels (Max Havelaar, Bioknospe usw.) sie unterstützen. Die Werbung verschleiert jedoch vielfach wichtige Informationen, so dass ich schlussendlich nicht weiss, was ich jetzt da wirklich kaufe.
Da ich auf dem Land wohne, habe ich das Glück, viele Produkte direkt beim Bauern kaufen zu können.
Tatjana Bänziger