Dienstag, 22. Mai 2007

(Sc)Herz-Artikel

Jetzt aber ohne Scherz: Otto Herz listet in seinem Artikel einen Teil des Inhaltsverzeichnisses der Agenda 21 auf. Durch diese Aufzählungen realisierte ich, dass bei sehr vielen Mensch und Umwelt Themen die Agenda 21 thematisiert werden kann. Hier einige Beispiele, die mir in den Sinn gekommen sind: Kinder der dritten Welt, Kleider, Wald, Bauernhof, Bedrohte Tierarten, Wasser, Meere und Ozeane. Die aufgelisteten Themen und selbstverständlich noch viele mehr lassen sich meiner Ansicht nach gut mit der Agenda 21 verknüpfen.
Die drei wichtigen Fragen, die Herz in seinem Artikel beschreibt, finde ich zudem sehr sinnvoll und ich denke, dass sie zu jedem Mensch und Umwelt Thema gestellt werden sollen (in welcher Form hängt aus meiner Sicht von der Stufe ab):

  • Was war und ist diesbezüglich geschehen zur gleichen Zeit in anderen Regionen der Welt?
  • Was werden die Folgen des Handelns und Nicht-Handelns sein zukünftig im Blick auf die verschiedenen Regionen der Einen Welt?
  • Wie verträgt sich dies jeweils mit dem Anspruch der Globalen Gerechtigkeit?

Was mich aber aus der Feder von Herrn Otto Herz am meisten beeindruckt hat, ist, der an dieser Stelle abschliessende Satz:
„Wer die Welt verstehen will, der mache die Augen auf und nicht den Mund.“

Ruth Frick, LG04D

5 Kommentare:

eger hat gesagt…

Glaubst du, der Herr Herz hat mit Feder geschrieben? Was ist nachhaltiger, mit Feder zu schreiben oder am PC? Kommt wahrscheinlich auf die Perspektive drauf an, die man bei der Untersuchung dieser Frage einnimmt.
Ruth, stell dir vor, du würdest Lehrerin in so einem Agenda21-Schulhaus. Läuft es dir nicht kalt den Rücken runter? Da wird einiges abverlangt oder findest du nicht? Du brauchst erstens sehr viel Fachwissen, zweitens musst du grosses Engagement mitbringen und drittens musst du die Kinder auch noch motivierend bei dieser Sache halten. Da kann man nur hoffen, dass man ein tolles Lehrerteam antrifft, die alle mithelfen und mitdenken. So könnte ich mir die Sache schon besser vorstellen und ich würde so was sogar gerne in Angriff nehmen.
Glaubst du, es hat genügend Lehrkräfte in unseren Schulhäusern, die sich an so was heranwagen würden, sich so exponieren würden und auch entsprechendes Vorbild wären? Aufgrund meiner Erfahrungen bin ich etwas skeptisch, aber wenn es in Deutschland geht, sollte es bei uns ja auch möglich sein.
E. Eggenberger LG04D

mieg hat gesagt…

Gar nicht so eine einfache Aufgabe, mit Kindern "Nachhaltige Entwicklung/ Umwelt" zu thematisieren. Aber vielleicht suche ich auch zu weit... die Themen, die du aus dem Text erwähnst sind ja nicht so weit hergeholt: Kleider, Bauernhof,...
Wie Ernst geschrieben hat, finde ich allerdings auch, dass es wichtig ist in einem Lehrerteam integriert zu sein, die sich auch für solche Themen interessieren und sie umsetzen wollen.
M.Eggenberger LGD 04

manureut hat gesagt…

Ich finde, genau wie du, dass der Satz von Herrn Herz "Wer die Welt verstehen will, der mache die Augen auf und nicht den Mund" äusserst eindrücklich ist. Er beschreibt genau, dass man lange gross daherreden kann, aber dabei oft die Augen vor den Problemen verschliesst. Ich denke, jeder muss klein anfangen, so auch wir als Lehrpersonen. Wir können Themen der Agenda 21 in unseren M&U Unterricht einbauen und uns langsam an das Thema Nachhaltigkeit heranwagen. Natürlich braucht man die Unterstützung des Teams, doch sind wir ehrlich, wer, wenn nicht wir jungen Lehrpersonen bringt diesen frischen Wind in die Lehrerzimmer? Ich denke, dass wir uns vorallem selbst zutrauen müssen, so ein Thema zu behandeln. Doch glaube ich uach, dass es auch noch in einem Jahr genügt...
Manuela Reutegger, LG04D

M. Hautle hat gesagt…

Ich denke auch, dass die Themen sehr aktuell und vielfältig sind, aber die Umsetzung sehr viel Zeit und Engagement benötigt. Aber wir sind doch Primarlehrkräfte und können sowieso alles und immer :-)

Maudi hat gesagt…

Hallo Ernst!
Glaube eigentlich nicht, dass Herr Herz mit Feder geschrieben hat, das hast du gut beobachtet.
Ja, manchmal läuft es mir in der Tat kalt den Rücken runter, wenn ich daran denke, was alles von uns abverlangt wird. Ohne ein Lehrerteam, das diese Themen gerne bewegt und die Sache gemeinsam anpackt, wären wir als Junglehrpersonen wohl überfordert, weil noch so viele andere, um nicht zu sagen dringlichere Dinge auf uns warten.
Ich weiss nicht, wie viele Lehrpersonen sich bereits für das Thema "Nachhaltige Bildung" engagieren, aber ich hoffe doch, dass es bereits einige hat, die uns vorbildlich und mit Rat und Tat zur Seite stehen können.

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